Gipfelstürmen einmal anders

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Mit dem Motorrad die Skipiste hinauf – ein interessantes Szenario bot sich zum Ende der Wintersaison in Trattenbach.

Das Snowhill Xtreme Race bei den Schiliften Feistritzsattel der Familie Dissauer in Trattenbach ist eines von acht Snowhill-Rennen in Österreich. Dabei treten je vier Motocross-Fahrer im K.O.-Modus gegeneinander an, um am Ende des Rennens den Schnellsten zu küren. Die Sektion Motorrad vom Verein Sportunion Trattenbach veranstaltete dieses Rennen bereits zum 2. Mal.

Buntes Teilnehmerfeld
Aufgrund der Nähe zur Steiermark kamen mehr als die Hälfte der 100 Teilnehmer aus dem benachbarten Bundesland, so Obmann Markus Tisch. Die weiteste Anreise nahm ein Teilnehmer aus Eugendorf in Salzburg auf sich mit einer Wegstrecke von 325km. Der älteste Teilnehmer ist Wolfgang Loibenegger, geboren 1958, der sogar den 8. Platz im Gesamtrang in der Klasse Open erzielte.
Die Besonderheit beim Rennen in Trattenbach ist der Start bei Dämmerungseinbruch und die 450m lange, mit Flutlicht ausgeleuchtete Piste. Laut Tisch ist vor allem der Start entscheidend, bei dem das Motorrad so schnell wie möglich in eine stabile Fahrt bei etwa 20 bis 30 km/h gebracht werden sollte. Außerdem sollte der Blick weit über das Vorderrad hinaus auf die Piste gelenkt sein und auch die Balance spielt eine entscheidende Rolle. Vor allem bei den Profis passiere das ganz automatisch, weshalb sie sehr schnell auf diverse Veränderungen im Rennverlauf reagieren können. Für die Zuschauer am Pistenrand ergaben sich dadurch spannende Kämpfe zwischen Mensch und Maschine gegen Piste.

Kniffe zum Podium
Um die Piste hochzukommen fuhren die Teilnehmer nicht – wie der ein oder andere Leser vielleicht vermuten würde – mit Spikes. Stattdessen wurden besonders weiche Winterreifen aufgezogen und weitere Kniffe angewendet, um auf der Piste besser voranzukommen, so Tisch, wie etwa den Luftdruck zu verringern. Aber besonders tief in die Trickkiste lassen sich die Profis ohnehin nicht schauen. Die zahlreichen Zuseher erlebten spannende Duelle, wobei sich in der Klasse Limited Kevin Zink aus Fischbach vor Andreas Höllinger aus St. Martin in Oberösterreich und Marcel Pöll aus Friedberg durchsetzte. In der Klasse Open siegte Manuel Vollnhofer aus Kirchschlag, gefolgt von Rene Pucher, ebenfalls aus Kirchschlag und dem Drittplatzierten Johann Haberl aus Langenwang.

Text: Stefanie Schadler

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