Natur entdecken – Körper entgiften

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Viele Menschen üben sich über das Jahr hinweg immer wieder an einzelnen oder mehreren Tagen im Verzicht. Gerne wird auch der Frühling für Fastenkuren genutzt – die Möglichkeiten sind zahlreich.

Bedeutung des Mondes
Haben Sie schon einmal einen Fastentag oder mehrere Fastentage eingelegt und sich gewundert, wieso viele so positiv davon berichten, während sich bei Ihnen kein Hochgefühl einstellt? Vielleicht war der Mond daran schuld …
Der Mond hat einen starken Einfluss auf alle Lebewesen und somit auch auf den Menschen, weshalb eine auf die Mondphasen abgestimmte Fastenkur einen enormen Einfluss auf die Wahrnehmung während einer Kur haben kann.
So ist der Organismus bei zunehmendem Mond auf Aufbau eingestellt, nimmt leichter zu und speichert mehr Wasser, weshalb diese Phase denkbar ungeeignet für eine Fastenkur ist. Hingegen ist zu Neumond die Entgiftungsbereitschaft am höchsten, weshalb sich dieser Tag besonders gut für einen einzelnen Fasten- oder Abstinenztag anbietet.
Ideal ist auch der abnehmende Mond: Er entgiftet und scheidet aus, trocknet, festigt und fordert zur Energieverausgabung auf. Je näher an Neumond, desto intensiver diese Wirkung. Zusätzlich ist relevant, ob der Mond aufsteigende oder absteigende Kraft besitzt. In der zweiten Jahreshälfte hat er in den Zeichen Zwilling, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion (und Schütze) absteigende Kraft, was eine Fastenphase ebenfalls begünstigt. Somit sollte man sich den abnehmenden Mond in einem Zeichen mit absteigender Kraft für eine Fastenkur zunutze machen. Plant man eine ganze Fastenwoche mit den anschließenden Aufbautagen, so ist diese in der letzten Woche des abnehmenden Mondes am wirkungsvollsten. Die darauffolgenden Tage des zunehmenden Mondes können im Anschluss für den Aufbau genutzt werden.

1 Fastentag pro Woche
Gut geeignet für den Einstieg in den Verzicht ist ein einzelner Tag, an dem man den Organismus entlastet. Dieser so genannte Schalttag ist ein fixer Tag in der Woche, an dem man entweder vollständig fastet oder auf bestimmte Lebensmittel verzichtet. Hinter der Effektivität dieses Rhythmus steckt die Zirkaseptanperiodik, was übersetzt „Schwingung mit einer Dauer von circa 7 Tagen“ bedeutet. Sie tritt im Körper erst als Antwort auf einen gesetzten Reiz ein. Durch diesen Reiz schwingt der Körper 7 Tage nach, bevor der Reiz erneut gesetzt wird. Mit dem Schalttag erreicht man die größtmögliche Umstimmung synchron zur Eigenschwingung des Körpers und somit maximalen Erfolg bei geringer Anstrengung.
Dieser Reiz kann ein Tag sein, an dem man vom Morgen eines Tages bis zum Morgen des Folgetages nichts isst. Stattdessen wird viel getrunken, um die Ausscheidung zu unterstützen. Dieser Tag hat die beste Wirkung auf die Entlastung und die Gewichtsreduktion und verzögert nachweislich den Alterungsprozess.
Auch ein Abstinenztag ist möglich, an dem gezielt gewisse Organfunktionen gestärkt oder entlastet werden wie etwa Herz und Kreislauf bei hohem Blutdruck. Dieser Tag hilft gleichzeitig dabei, ein bewusstes Essverhalten zu entwickeln. Weitere Möglichkeiten sind der Verzicht auf Genussstoffe oder Eiweiß, beziehungsweise Kartoffel-, Reis- oder Obsttage.

Leber beim Entgiften unterstützen
„Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen“, sagte der Naturheilkundler Sebastian Kneipp. Somit gilt: Wenn wir jeden Tag weniger Gifte zu uns nehmen, muss der Körper auch weniger Energie dafür aufbringen, diese aus dem Körper zu leiten um mögliche Krankheiten zu vermeiden. Aber nicht nur Tätigkeiten wie Rauchen oder der Konsum von Alkohol sowie beispielsweise Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker in Lebensmittel belasten den Körper. Auch zu fettiges Essen, zu salzige Speisen und regelmäßiger Zuckerkonsum. Der Leber kommt dabei beim Filtern der Giftstoffe und anderer schädlicher Substanzen im Blut eine wichtige Bedeutung zu.
Um die Durchblutung der Leber zu fördern und sie bei ihrer Entgiftungsfunktion zu unterstützen, können so genannte Leberwickel nach Kneipp angewandt werden: Hier wird aus Schafgarbenkraut ein Tee zubereitet und ein Handtuch mit diesem getränkt. Gut ausgedrückt legt man dieses auf die Haut im Bereich der Leber auf dem rechten Rippenbogen, und darauf wird wiederum eine Wärmeflasche platziert. Mit einem trockenen Tuch fest umwickelt, bleibt man ca. 30 Minuten lang in einer Ruheposition.

Ölziehen
Eine weitere Möglichkeit, um den Körper beim Entgiften zu unterstützen ist das Ölziehen oder die Ölkur auf Basis der ayurvedischen Heilkunde: Dabei wird gleich nach dem Aufstehen und auf nüchternen Magen eine kleine Menge Öl für etwa 15 bis 20 Minuten zwischen den Zähnen hin und her gezogen, bis es eine milchige Farbe hat. Dadurch sollen Bakterien und Krankheitserreger aus dem Körper gezogen werden. Das Öl wird danach am besten in ein Papierküchentuch gespuckt und über den Hausmüll entsorgt. So gelangen die Gifte und Bakterien nicht in den Wasserkreislauf. Danach wie gewohnt Zähne putzen. Geeignet für diese Kur sind hochwertige, kaltgepresste Öle wie Schwarzkümmel-, Sesam-, Lein- und Kokosöl. Jedes Öl hat eine andere Wirkung, weshalb sich eine Recherche vorab lohnt, um das beste der Kur für sich herauszuholen. Die Dauer sollte idealerweise zwischen 4 und 8 Wochen betragen.

Text: Stefanie Schadler

Foto©: https://pixabay.com/de/gesund-gemüse-diät-frisch-tomaten

Literaturtipp: Fasten – ein Neubeginn, Silvana Schwitzer, UeberreuterVerlag

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