Venenleiden: Krampfadern und Besenreiser

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Expertentipp von Dr. med. Jan Krijgh, Venenspezialist Praxis für Venenerkrankungen

20% der Erwachsenen leiden an Krampfadern. Frauen öfter als Männer. Viele verstecken ihre Beine unter langen Hosen um nicht psychisch zu leiden. Im Verlauf der Erkrankung können Entzündungen, Vernarbungen, Thrombosen und offene Beine entstehen.

Was sind Krampfadern?
Krampfadern sind sichtbare, erweiterte Venen. Sie entstehen, wenn der Rücktransport des Blutes zum Herzen nicht mehr optimal gewährleistet ist. Sie treten, neben anderen Körperstellen, häufig in den Beinen auf.

Beschwerden bei Venenleiden?
Müde, geschwollene Beine, nächtliche Krämpfe, dicke Knöchel, Besenreiser und Krampfadern sind Zeichen für ein Venenleiden. Flüssigkeit tritt aus den Venen und lässt die Füße anschwellen. Hautveränderungen wie Verdickung und Narbengewebe, Pigmentierung und Ekzeme entstehen. Auf Dauer auch ein offenes Bein. Wenn Blutgerinnsel entstehen, spricht man von einer Thrombose.

Häufige Gründe Venenleiden?
Der wichtigste Grund ist erbliche Vorbelastung. Weiters; langes Stehen oder Sitzen, zu wenig Bewegung, Übergewicht, Schwangerschaften und erlittene Thrombosen.

Was tun bei Beschwerden?
Unbedingt einen Venenspezialisten aufsuchen. Er kann mithilfe einer  Ultraschalluntersuchung feststellen, ob das Problem oberflächliche oder tieferliegende Venen betrifft.

Behandlungsmöglichkeiten?
Störende Besenreiser können mit einer Mikro-Sklerotherapie behandelt werden. Mit dieser Feinverödung wird in den betroffenen Mini-Krampfadern ein Arzneimittel eingebracht, wodurch sich die Venen auflösen. In den letzten Jahren sind neue Behandlungsmöglichkeiten entstanden, wodurch die operative Entfernung von Krampfadern selten durchgeführt wird. Die Schaumverödung wird als Alternative am häufigsten eingesetzt. Diese  wird ohne Narkose durchgeführt, ist fast schmerzfrei und hat weniger Komplikationen als die klassische Operation.

Tipps für Venengesundheit Bewegung!
Viele Menschen sitzen einen Großteil des Tages. Wenn langes Stehen oder Sitzen nicht zu vermeiden ist, tragen Sie Stütz- oder Kompressionsstrümpfe.

Gesunde Ernährung!
Viel Obst und Gemüse essen. Trinken Sie viel Wasser, Tee und Natursäfte.

Nicht rauchen!
Rauchen ist negativ für die gesamte Durchblutung des Körpers und hat eine alternde Wirkung auf alle Gewebe, inklusive Venen.

Übergewicht reduzieren
Überflüssige Kilos üben starken Druck auf die Beinvenen aus.

Hausmittel bei schmerzenden Beine
Ausreichend Bewegung und zweimal tägl. für 20 min. die Beine hoch legen. Wechselbäder.

Dr. med. Jan Krijgh, Venenspezialist Praxis für Venenerkrankungen
Kirchenplatz 1, 2870 Aspang Tel. 02642 – 52052 www.venenklinik-aspang.at
Termine nach tel. Vereinbarung Mo-Mi-Fr von 9-12 Uhr

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