Wege zu mehr Nachhaltigkeit

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Die Energieregion Wechselland hat sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen über den Einsatz von erneuerbarer Energie zu informieren. Der Umstieg auf eine moderne Heizungsanlage ist zurzeit finanziell besonders interessant.

Nach ihrer 5-jährigen Tätigkeit wird die Energieregion Wechselland für die nächsten 3 Jahre bis 2020 weitergeführt. Weiterhin werden regelmäßig Sprechtage in den Gemeinden angeboten, mit Kindern und Jugendlichen zum Beispiel im Verein Schme gearbeitet und es werden Exkursionen zu „best practice“Beispielen organisiert. Mit einem kostenlosen Bustransfer konnten sich Interessierte im vergangenen Sommer von den Abläufen am Holzhof Schmidt in Aspang überzeugen.

Gemeinden gehen voran
Die 5 Mitgliedsgemeinden Dechantskirchen, Friedberg, Pinggau, Schäffern und St. Lorenzen am Wechsel dienen als Vorbilder: Die öffentlichen Gebäude wurden saniert und alte Heizungsanlagen erneuert sowie der elektrische Verbrauch der letzten 5 Jahre um 36% reduziert, was umgerechnet in etwa dem Stromverbrauch von 100 Haushalten pro Jahr entspricht. Hier ist vor allem die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED entscheidend gewesen.
Um als Privatperson seinen Anteil am Klimaschutz beizutragen, sollte in erster Linie das Heizsystem in Angriff genommen werden, da dieses ca. 50% des Energieverbrauchs eines Haushaltes ausmacht. „Es ist gerade der ideale Zeitpunkt, um eine Sanierung bzw. die Umstellung des Heizsystems durchzuführen“, so Ing. Johann Oswald, Klima- und Energiemodellregions-Manager. Neben den Förderungen von Bund, Land und Gemeinde, die bis zu 8.000€ ausmachen können, seien auch Kredite derzeit sehr günstig. Hier gelte es, sich zu informieren und gute Angebote bei den Banken einzuholen, da diese auch die Förderschienen sehr gut kennen. Informationen gibt es auch unter  www.ich-tus.at, www.klimaaktiv.at und bei den Gemeinden.

Wertschöpfung durch Heizungswahl
Für Biomasse-Heizungen spreche laut Oswald die regionale Wertschöpfung: So werden heimische Arbeitsplätze gesichert, die Energieproduktion im eigenen Land mache unabhängig und das Geld bleibe in der Region und komme dieser wieder zugute. Auch der Waldanteil des Wechsellandes von 57% spreche dafür, von dessen jährlichem Zuwachs derzeit nur 2/3 genutzt werden.
Die Menschen in der Region wurden bereits aktiv: Laut der Energieregion Wechselland stieg zwischen 2011 und 2016 die Energieproduktion durch Biomasse um 46%, durch Solar um 25% und durch Photovoltaik um fast 500%.
Ein weiterer Schritt für mehr Nachhaltigkeit liegt für Herrn Oswald im Hausbau und beim Errechnen der LebenszyklusKosten: Bei teureren Anschaffungskosten zu Beginn profitiere man auf längere Sicht nicht nur von einem geringeren Energieverbrauch, sondern auch von einem angenehmen Klima im Sommer und Winter. „Die Menschen müssen erkennen, dass der enorme CO2-Ausstoß den Klimawandel und die extremen Wetterkapriolen begünstigt und wir im Sinne unserer künftigen Generationen jetzt handeln müssen“, appelliert Oswald an die Leser.

Text: Stefanie Schadler

Filmtipp: Tomorrow  www.tomorrow-derfilm.at
Anmeldung zum Newsletter: johann-oswald@aon.at bzw.  christian.luttenberger@erom.at.

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