Zu Fuß in die Geschichte

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Wege in die Geschichte
Warum nicht wandern und dabei die Geschichte seiner Heimat erkunden? Mit dem Historischen Weitwanderweg Wechselland, der am 10. Juni auf der Burg Festenburg feierlich eröffnet wurde, ist das möglich. Mit 57 Schautafeln entlang wichtiger historischer Stätten wird nicht nur über die Gemeinde-, sondern auch über die Landesgrenze geblickt. Die gemeinsame, verbindende Geschichte der Grenzregion wird dabei in den Vordergrund gerückt und gleichzeitig werden „weiße Flecken“ der bisherigen geschichtlichen Aufarbeitung gefüllt, so der Obmann des Vereins „Historischer Verein Wechselland“, Historiker und Projektleiter Mag. Dr. Andreas Salmhofer. Gemeinsam mit Historikern, Heimatforschern und Pädagogen wurde daher auch weniger Bekanntes wie „Die Geschichte der Burg und des Schlosses Ziegersberg“, „Die Geschichte der verschwundenen Burg Ehrenschachen“ oder der „Bergbau in der Region“ auf eigene Schautafeln gehoben.

Altes Informationsgut modern präsentiert
Die Schautafeln entlang des über 100 km langen Wegenetzes in den Gemeinden Aspang Markt, Aspangberg-St.Peter, Mönichkirchen und Zöbern sowie Dechantskirchen, Friedberg, Pinggau, Schäffern und St. Lorenzen am Wechsel sind mit Illustrationen und Fotos ausgestattet und können teilweise auch interaktiv genutzt werden. So kann die Geschichte des Wechsellandes einfacher aufgenommen und gedeutet werden.
Neben Einheimischen und Touristen sollen vor allem Schüler spielerisch mit der Geschichte vertraut gemacht werden. Einzelne Strecken sind sogar für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Familien mit Kinderwagen und auf dem Mountainbike erreichbar. Der Historische Verein Wechselland will am Projekt weiterarbeiten und weitere geschichtliche Lücken schließen sowie die restlichen – vor allem niederösterreichischen – Gemeinden des Wechsellandes mit ins Boot zu holen. Das leadergeförderte Projekt hat ein Gesamtvolumen von € 152.000 und wurde auch von regionalen Firmen tatkräftig unterstützt. Eine Wanderkarte sowie ein Buch sind bereits in Arbeit.

Text: Stefanie Schadler

Infos: www.geschichte-wechselland.at

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