Advent-Einstimmung einmal anders

in Aktuell

Das heurige Weihnachten wird durch die Corona-Maßnahmen ein anderes sein. Viele Aktivitäten wie Adventsmärkte, Konzerte und auch Messen werden nach den aktuellen Entwicklungen nicht oder in abgeänderter Form stattfinden. Wie können wir uns trotz dieser Ausnahmesituation auf die Adventszeit einstimmen? Wir haben uns bei Pfarrer Mag. Dietmar Orglmeister aus der Pfarre Mönichkirchen erkundigt, dessen Arbeit von den Veränderungen ebenfalls betroffen ist.

Menschen erreichen

In Zeiten von Corona ist sei schwierig, als Pfarrer die Menschen zu erreichen, so Mag. Dietmar Orglmeister. Festlichkeiten wie das Feuerwehrfest, das Bergrettungsfest sowie Hochzeiten wurden nicht veranstaltet beziehungsweise haben sich verschoben, und das wirkt sich auch auf die Kirche aus. 

In St. Peter konnte der Gottesdienst auf den Friedhof verlegt werden, wodurch die Anzahl der Messebesucher annähernd gleich geblieben ist. In Mönichkirchen ist das allerdings nicht möglich. Auch wenn die Kirche mit den neuen Maßnahmen Platz für bis zu 80 Menschen böte, werde dieser nicht ausgereizt. Viele Menschen würden sich fürchten, so Orglmeister, und blieben zu Hause. Als zusätzliches Angebot werde der Gottesdienst sonntags auf YouTube übertragen, was gut angenommen werde. Nach einer kurzen Pause wird seit Anfang September wieder gestreamt. 

Auch wenn er aktuell nicht so viele Personen im persönlichen Gespräch erreiche, sei er froh, dass aktuell zumindest die Schulen geöffnet seien und er seine 16 Schulunterrichtsstunden in der Woche gestalten könne.

Stiller Advent

Um sich in dieser Situation auf das Weihnachtsfest einstimmen zu können, ist es für Orglmeister wichtig, dass sich die Menschen einen Adventskranz nach Hause holen und das Haus adventlich schmücken. Auch kann man die Zeit nutzen und sich die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel näher anschauen. Dann werde man erkennen, wie es wirklich war. Denn auch damals war nicht alles in Ordnung und musste man mit Einschränkungen leben. Das Leben entwickelte sich nicht so, wie man es sich gedacht oder man es geplant hatte. So suchten Maria und Josef vor der Geburt Jesu Christi vergeblich nach einer Unterkunft in Betlehem, sodass das Jesuskind schließlich in einem Stall geboren wurde. Diese Geschichte kann eine Stütze sein, die Situation so anzunehmen, wie sie ist, und das Beste daraus zu machen. 

Auch sollte man die Zeit nutzen und sich in der näheren Umgebung umsehen, wer mit der Situation nicht gut umgehen kann, und Nachbarschaftshilfe anbieten.

Auch Orglmeister würde gerne mit den Christen Weihnachten feiern und versucht, das Beste daraus zu machen. Vielleicht hilft die Situation, den Wert eines stilleren Advents zu erkennen: „Wenn alles Mögliche nicht ist, ist der Advent wirklich eine stille Zeit. Auch das könnte seinen Reiz haben.“ ❏    

Stefanie Schadler

Bild© Bruno_Germany auf Pixabay


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