Altersbedingte Makuladegeneration AMD

in Expertentipp

Die Age-related Macula Degeneration (Altersbedingte Makuladegeneration AMD) ist in westlichen Industriestaaten bei Menschen über 50 Jahren die häufigste Ursache für irreversiblen Sehverlust. In Österreich sind schätzungsweise 125.000 Patienten davon betroffen. Es gibt etliche Untertypen dieses Krankheitsbildes. Eine für den Patienten wichtige Unterscheidung ist, ob Glaskörperinjektionen sinnvoll sind, oder nicht. In der Regel verläuft die „feuchte Makuladegeneration“ aggressiver als die „trockene AMD“. Im ersten Fall sind die oben bereits erwähnten Glaskörperinjektionen notwendig. Diese Injektionen bewirken im Idealfall eine Stabilisierung ggf. sogar leichte Verbesserung der Sehschärfe. Zumeist sind anfangs drei derartige Injektionen nötig. Der zeitliche Abstand zwischen den Injektionen beträgt vier bis sechs Wochen. Dieser tageschirurgische Eingriff (ohne Übernachtung) erfolgt ausschließlich an einer Augenklinik. Um den bestmöglichen Zeitpunkt für eine Injektion zu finden, ist es besonders wichtig, dass jeder Mensch regelmäßige augenärztliche Kontrollen beim niedergelassen FA / der niedergelassenen FÄ für Augenheilkunde einhält. Das Zeitfenster, in dem eine derartige Therapie wirken kann, beträgt in der Regel nur einige Wochen. Bei Patienten mit „trockener AMD“ wären derartige Glaskörperinjektionen nicht indiziert, da die Injektion leider keinerlei Wirkung zeigen würde. Bei der trockenen Form der Makuladegeneration wird eine hochdosierte Vitamintherapie in Tablettenform empfohlen.

Wie macht sich die Erkrankung bemerkbar?
Anfangs kommt es zu verzerrtem Sehen, dann zur Abnahme der Sehschärfe und der Lesefähigkeit, einem verringerten Farbund Kontrastsehen, sowie zu zentralen Gesichtsfeldausfällen. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können bereits minimale Veränderungen von ihrer Augenärztin/ ihrem Augenarzt erkannt werden. Das empfohlene Kontrollintervall für „augengesunde“ Patienten beträgt in der Regel 12 Monate.

Die Ursachen
Als Ursachen aller altersbedingten Makuladegenerationen gelten: hohes Lebensalter, positive Familienanamnese, Rauchen, Fettleibigkeit und hoher systemischer Blutdruck. Möglichkeiten bei nicht zu stark fortgeschrittener Erkrankung Vergrößernde Sehhilfen wie Lupenbrillen, Fernrohrsysteme und Bildschirmlesegeräte. Im besten Fall kann damit eine eingeschränkte Lesefähigkeit wiederhergestellt werden.

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