Beatrix Huber – Harfenspielerin

in Leserservice

Serie: Menschen im Wechselland

Eigene Kompositionen und moderne Musik spielt Beatrix Huber aus Aspang Markt auf ihrer Harfe. Ihr Spiel kann man in mehreren Ensembles hören.
Anstehende Konzerte: Auftritt mit der Aspanger Stubenmusi beim Grimmensteiner Advent.  

Von Harfe begeistert
Beatrix Huber aus Aspang Markt spielt seit gut 19 Jahren Harfe. In ihrer Familie hat die Musik schon immer einen wichtigen Stellenwert gespielt, weshalb sie zu Beginn Zither und Blockflöte gelernt hat und sich auch das Klavierspielen selbst beigebracht hat. 

Zu Beginn war die Harfe noch kein übliches Instrument, das man in der Region erlernen konnte. Auch war Beatrix mit ihrem Zither- und Blockflöten-Spiel eigentlich vollkommen eingedeckt. Erst als ihre Zither-Lehrerin die Harfe erlernen und der Lehrer wegen einer einzigen Schülerin nicht kommen wollte, hat auch Beatrix die Harfe ausprobiert und war sofort begeistert. So ergab es sich, dass Beatrix eine der ersten Schülerinnen war, die in der Region das Harfenspiel erlernt hat. Mittlerweile steigt die Zahl der Harfenspieler stetig an, ihr damaliger Lehrer unterrichtet auch heute noch einen ganzen Tag in Aspang und Edlitz.

Harfe selbst gebaut
Zu Beginn spielte sie auf einer kleinen, geborgten Löcherbach Harfe, die optisch einer irischen Harfe ähnelt. Danach nahm sie an einem Baukurs in Feldbach teil, wo mit Bausätzen eine Harfe gebaut wurde und die Säulen individuell gestaltet werden konnten. Danach wurde das Instrument zusammengeleimt und konnte anschließend sofort mit nach Hause genommen werden. Nach einem halben Jahr wurden dann die Klappen aufgesetzt, um die Harfe in Halbtonschritten einfacher einstellen zu können. Der Bau hat insgesamt fünf Tage gedauert. Aktuell spielt sie auf einer Otto Zangerle Harfe, die wesentlich größer ist und mehr Möglichkeiten für das Spielen bietet.

Beatrix ist davon überzeugt, dass es für sie durch die Erfahrung mit den anderen Instrumenten leichter war, das Harfenspiel zu erlernen. Vor allem das Spiel mit zwei Händen war ihr bereits geläufig. Und man muss sich auch orientieren können, da jede Saite eine andere Note hat und man sich lediglich an den schwarzen und roten Saiten orientieren kann, die restlichen weißen muss man sich entsprechend denken. 

Komponieren und weiterentwickeln
Neben zahlreichen Stücken, die sie aus aller Welt zusammengesammelt hat, komponiert sie auch selbst. Über 250 eigene Stücke sind es bis jetzt, wobei sie auch ein Notenheft in geringer Stückzahl herausgegeben hat. Gerne komponiert sie auch für ihre Ensemblemitglieder ein Stück zum Geburtstag. Anfangs im Volksmusik-Stil, kamen später modernere Richtungen wie Tango dazu. Auch verschiedene Techniken wie rhythmisches Klopfen oder das Spiel mit abgedämpften Saiten bringen

Abwechslung in ihre Kompositionen. Generell ist sie sehr daran interessiert, neue Spieltechniken und -varianten zu erlernen und nimmt regelmäßig an Kursen teil. 

Auftritte hat sie mit der Gruppe Saitenwind, bestehend aus vier Harfen, und im Winter tritt sie mit der Aspanger Stubenmusi auf, bestehend aus den Instrumenten Zither, Hackbrett, Gitarre und Harfe. Auch solo kann man sie in der Weihnachtszeit erleben. ❏          
Stefanie Schadler

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