Bienenzuchtverein Friedberg und Umgebung

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Bei der steirischen Honigprämierung in Gratkorn erhielten zahlreiche Mitglieder des Vereines eine Auszeichnung für ihr Produkt. Eine Auszeichnung auch für das Wechselland.

Geprüfte Qualität
Der Bienenzuchtverein Friedberg und Umgebung besteht seit 1930 und erstreckt sich von St. Lorenzen am Wechsel bis nach Schäffern. Insgesamt werden von den 82 Mitgliedern 1.109 Bienenvölker betreut. Als Erkennungszeichen erhält seit etwa 15 Jahren jedes Mitglied eine einheitliche Etikette für seinen Honig. Der Konsument weiß dadurch, dass der Honig den einheitlichen Qualitätsansprüchen des Vereines entspricht, was Geschmack, Farbe und Reinheit betrifft. Zusätzlich lassen die meisten Mitglieder ihren Honig von einem unabhängigen Labor überprüfen. Dadurch erhält das Produkt zusätzlich ein Gütesiegel. Die Imker wissen dadurch um die Qualität ihres Produktes und Konsumenten erhalten die Sicherheit, dass sie ein gesundes und hochwertiges Produkt kaufen.
Honig besitzt antibakterielle, antimykotische sowie antioxidative Eigenschaften. Kleine Wunden, Hals- und Hautprobleme, Magen-Darmbeschwerden oder Pilzinfektionen können dadurch erfolgreich behandelt werden. Honig sollte in der Küche nicht über 40° erhitzt werden, um die gesundheitlichen Vorteile zu erhalten. Auch Teewasser und Milch sollte auf diese Temperatur abkühlen, bevor der Honig hinzugegeben wird.

Intaktes Wechselland
Der Imker kann durch die Sorgfalt um die Bienen viel zur Produktivität des Volkes beitragen. Dennoch kann man Faktoren wie das Wetter und dessen Auswirkung nicht beeinflussen. So verzeichneten Teile Österreichs aufgrund der Wetterkapriolen im heurigen Sommer Ernteausfälle. Im Wechselland ist die Menge ebenso geringer, die Qualität jedoch höher, so Robert Prenner, Obmann des Vereins.
Auch der Standort der Bienenstöcke ist für die Qualität entscheidend. Hier zeigt sich der Vorteil des Wechsellandes: Anstelle von riesigen Plantagen herrschen Streuobstwiesen vor, es gibt keine Schwerindustrie, stattdessen kleinstrukturierte Landwirtschaft. Auch die vermehrt vorhandenen Blühstreifen sorgen für zusätzliche Nahrungsinseln und Lebensräume für Wild- und Honigbienen sowie andere Insekten.
Jeder kann auch selbst das Nahrungsangebot erweitern, indem im Garten Blumen, Bäume und Sträucher gepflanzt und Blumentöpfe gestaltet werden. Der Verein organisiert auch immer wieder Veranstaltungen. So auch am 17. März 2019 einen Vortrag über die positive Wirkung von Honig und wie man ihn verwendet mit der deutschen Ernährungswissenschafterin Renate Frank.

Text: Stefanie Schadler

Prämierte Mitglieder:
Gold
Ewald Dinbauer (Waldhonig)
Ing. Manuel Reitbauer (Wald- und Akazienhonig)
Anton Höller (Waldhonig)
Robert Gabauer (Waldhonig)
Johannes Glatz (Blütenhonig)
Hubert Kroisleitner (Wald- und Cremehonig)
Johann Reiterer (Waldhonig)
Silber
Ewald Dinbauer (Cremehonig)

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