Bürgermeisterinnen beim Bundespräsidenten

in Aktuell

Bundespräsident Alexander Van der Bellen lud die österreichischen Bürgermeisterinnen kürzlich in die Hofburg. Ein großes Zeichen der Wertschätzung.

Bürgermeisterin Doris Faustmann aus Aspang Markt mit einer Bürgermeister-Kollegin.
Bürgermeisterin Waltraud Schwammer aus Dechantskirchen bei der persönlichen Begrüßung durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Vernetzen und stärken
Zum Bundespräsidenten in die Hofburg geladen zu werden, ist eine besondere Ehre. Diese Ehre wurde im Dezember den Bürgermeisterinnen aus ganz Österreich zuteil. Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seine Frau Doris Schmidauer durften über 100 Bürgermeisterinnen begrüßen, die ihrer Einladung gefolgt sind. 


Von insgesamt 2.096 Gemeinden wird in 177 von ihnen das Amt des Bürgermeisters von einer Frau besetzt  – somit setzt dieses Treffen auch ein kräftiges Zeichen für die Emanzipation und Gleichberechtigung. Nach einer persönlichen Begrüßung durch den Bundespräsidenten richtete dieser das Wort an die anwesenden Bürgermeisterinnen, gefolgt von einer Podiumsdiskussion und einem gemeinsamen Ausklang in der Hofburg.
Doris Faustmann, Bürgermeisterin in Aspang Markt, ist seit fünf Jahren im Amt und nutzte dieses Treffen, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Aber auch die Stellung der Frauen in der Politik soll damit gestärkt werden: „Wir Bürgermeisterinnen wollen auch andere Frauen dazu motivieren, dieses Amt zu übernehmen. Frauen können das genauso gut, überlegen sich diesen Schritt aber öfter als Männer, da die Doppelbelastung Familie und Beruf sicherlich größer ist.“ 


Frauenanteil steigern
In Niederösterreich fanden die Gemeinderatswahlen im Jänner statt, in der Steiermark folgen sie am 22. März. Es wird sich zeigen, ob der Frauenanteil steigen wird. Vor den diesjährigen Wahlen zählt Niederösterreich im Bundesländerranking mit 69 die meisten Bürgermeisterinnen, die Steiermark liegt mit 23 an dritter Stelle.


Im Wechselland dagegen ist das Verhältnis ausgeglichen. Die zweite Bürgermeisterin ist Waltraud Schwammer aus Dechantskirchen, die seit 15 Jahren in dieser Funktion für ihre Gemeinde tätig ist. Auch für sie war es eine besondere Ehre, in die Hofburg zum Bundespräsidenten geladen zu werden. Sie erinnert sich an ihre Anfänge, als es noch hieß, eine Frau könne man nicht wählen, da sie nichts von Straßenbau, Kanal und Ähnlichem verstehe. Doch sie hält entgegen: „Niemand wird als Bürgermeister geboren, sondern man lernt immer dazu.“ Sie selbst habe das Bürgermeister-Amt nicht angestrebt, es habe sich einfach ergeben. Deshalb spricht sie auch anderen Frauen Mut zu: „Wenn sich die Chance ergibt, sollte man sie ergreifen und nicht warten.“ Und sie ergänzt: „Die Hälfte der Bevölkerung ist weiblich, also sollten wir auch dementsprechend in den Entscheidungsgremien vertreten sein.“ Faustmann über die aktuelle Situation: „Als Frau muss man sich trotz allem noch immer beweisen, da noch nicht so viele in dieser Funktion tätig sind. Trotzdem es ist eine interessante und schöne Aufgabe.“ ist. ❏          
Stefanie Schadler

Fotos (c) Schuller

Letzte Beiträge

Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Wenn Sie fortfahren, nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies auf der Webseite einverstanden sind. Zur Datenschutzerklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close