Corona-Winter – vieles bleibt

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Die Online-Ticket-Buchung und die verstärkte Nutzung der Randzeiten haben einen entspannten Aufenthalt in den Skigebieten des Wechsellandes ermöglicht. Die Digitalisierung wird weiter ausgebaut und optimiert.

Geräumiges Fahren auf den Pisten

Auch wenn man beim Skigebiet der Schischaukel Mönichkirchen-Mariensee zu Anfang der heurigen Wintersaison unsicher war, wie die Skifahrer die coronabedingten Sicherheitsmaßnahmen annehmen werden, ist die Bilanz zwar durchwachsen, kann aber als okay bezeichnet werden.

In den Jahren zuvor waren an starken Tagen rund 3.000 Leute auf der Piste, im vergangenen Winter waren es maximal 1.600. Kombiniert wurde die Kontingentierung mit einem Online-Ticket-Verkauf und einer vorgelagerten Kontrolle: Nur ein gültiges Ticket ermöglichte es den Besuchern, den Checkpoint im Ort zu passieren und zu den Parkplätzen des Skigebiets zu gelangen. Dadurch hatten die Besucher nicht nur einen garantierten Parkplatz, sondern auch kaum Wartezeiten an den Liften. Dadurch wiederum – und aufgrund der coronabedingten Schließung der Gastronomie am Berg – stiegen auch die Liftfahrten je Skifahrer im Durchschnitt um 20 %. 

Aufgrund der Aufteilung in Vormittags-, Nachmittags-, 14-Uhr- und Ganztageskarten befanden sich maximal 950 Personen gleichzeitig im Skigebiet, wobei die Tageskarten am schnellsten ausverkauft waren. Auch unter der Woche konnten es sich heuer mehr Leute einrichten, das Skigebiet zu nutzen. Generell wurden die Tickets eher spontan gekauft: Es wurde auf die Wetterlage geachtet und natürlich war auch die eigene Gesundheit ein Faktor.

Kontingent beibehalten für mehr Qualität

Durch die Unterstützung der Taskforce „Sicher rausgehen in Niederösterreich“ war das Bundesland Vorreiter in diesem Corona-Winter. „In fast allen niederösterreichischen Skigebieten wurden die Tickets ausschließlich online verkauft. Nur so konnte der große Ansturm an den Kassen vermieden werden“, so Gerald Gabauer, Geschäftsführer der Schischaukel Mönichkirchen-Mariensee. Generell lieferte die Corona-Pandemie einen Anstoß, die Digitalisierung, auf die schon lange hingearbeitet wurde, schneller umzusetzen. „Es hat sich gezeigt, dass ein gutes Gästeleitsystem nur digital funktionieren kann“, so Gabauer. Für die nächste Wintersaison wird das Online-Vertriebssystem weiter verbessert. Zudem wird heuer ab Mitte Mai ein neuer Kassenbereich umgesetzt inklusive Pick-up-Kassen für den Ticketausdruck vor Ort und eine neue Service- und Verleihstation für die Winter- und Sommersaison. Mitte November sollen diese Neuerungen fertiggestellt sein.

Gabauer lässt zudem aufhorchen, wenn er sagt, dass die Kontingentierung auch in Zukunft beibehalten werden solle, verweist dabei auf die gesteigerte Qualität im Skigebiet: „Wir hoffen natürlich, dass wir die Zahlen anheben können, aber sie sollen auf jeden Fall tiefer sein als in den vorherigen Wintersaisonen“. Dieser Schritt ist einem angenehmeren Aufenthalt aufgrund geringerer Wartezeiten an den Liften, in der Gastronomie und einer entspannteren Parksituation geschuldet. Ab
1. Mai startet in Mönichkirchen der reguläre Sommerbetrieb mit Roller- und Mountaincart sowie dem Schaukelweg. 

Ausweichen auf Randzeiten

Bei der Erlebnisarena in St. Corona am Wechsel, wo ähnliche Sicherheitsmaßnahmen wie in Mönichkirchen herrschten, nimmt man ebenfalls Positives aus der Wintersaison mit. Vor allem gab es  auch hier eine optimale Unterstützung seitens der Taskforce „Sicher rausgehen in Niederösterreich“. 

Der Online-Ticket-Verkauf war für die Erlebnisarena eine aufschlussreiche Erfahrung und half dabei, die Besucher besser auf den Tag verteilen zu können. Zusätzlich wurden auch Flutlichtkarten eingeführt, wodurch die Randzeiten attraktiviert wurden: Interessierte sahen online, welche Zeiten oder Tage bereits fast ausgebucht waren, und nutzten stattdessen die weniger ausgelasteten Tage unter der Woche, um Ski zu fahren. 

Die Online-Ticket-Buchung bleibt auch in den Sommermonaten erhalten: Mit dem Bike-Lift ab Mitte Mai, der den Shuttlebus großteils ersetzt, wurden ein Early-Bird- und ein After-Work-Ticket eingeführt, damit sich die Besucher besser zerstreuen und die Randzeiten attraktiver werden. Die Tickets könnten zwar weiterhin bei einem Automaten bzw. an der Kassa vor Ort gekauft werden, allerdings mit dem Risiko, kein Ticket mehr zu erhalten, sollte das Kontingent bereits aufgebraucht sein, so Ines Buchgeher, Leitung Marketing & Vertrieb.

Der Motorikpark, das Trailcenter und der Themenwanderweg Ameisenpfad haben bereits geöffnet, ab Mitte Mai können die Panorama Trails ab der Kampsteiner Schwaig wieder befahren werden. Auch die Sommerrodelbahn wird nach dem Lockdown, der zu Redaktionsschluss noch herrschte, wieder geöffnet sein. Sofern sich nichts ändert, wird es auch in den Sommermonaten Take-away aus dem Foodtruck bei der Wexl-Lounge geben. ❏              

Stefanie Schadler


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