Das Bad als Wellnessoase

in Wirtschaft

Ob für Häuslbauer oder bei Sanierungen – das Bad hat sich mittlerweile zu einem Raum gemausert, in dem man gerne länger verweilt. Zahlreiche Trends und praktische Ausstattungen sorgen für einen angenehmen Aufenthalt.

Trends im Badezimmer
War das Bad früher ein Nutzraum, wird es heute zu einer regelrechten Wellnessoase ausgebaut: Sauna, Dampfdusche oder eine Infrarotkabine – der Aufenthalt im Badezimmer hat sich heute um ein Vielfaches verlängert. Die durchschnittliche Verweildauer pendelt sich zwischen einer halben und einer Stunde pro Tag ein. Leo Prasch, Geschäftsführer der Firma Prasch in Pinggau, befasst sich seit 1983 unter anderem mit der Bädergestaltung und weiß von den Neuerungen und Trends zu berichten.
Bei den Duschen hat sich neben der Optik auch der Hygienestandard enorm gesteigert. Neben flachen bzw. bodengleichen Duschtassen gehe der Trend hin zu Duschen mit lediglich einer Fliese. Dadurch verringert sich die Anzahl der Fugen, in denen sich Schmutz ansammeln kann und das wiederum erleichtert die Reinigung. Edel und praktisch bei den Armaturen sind auch die Druckknöpfe zum Ein- und Ausschalten des Wassers anstelle der üblichen Griffe. Bei den Armaturen ist der sorgsame Umgang mit der Ressource Wasser mittlerweile ein wichtiges Thema: Die neuen und hochwertigen Armaturen haben eine Durchlaufmenge von maximal 5 Liter Wasser pro Minute. Auch WC-Spülungen verbrauchen mittlerweile weniger Wasser. In Sachen Hygiene sind hier spülrandlose WCs im Vormarsch ebenso so genannte Soft-Close WCs, bei denen sich der Deckel langsam schließt.

Neu oder Sanieren
Gerade Häuslbauer achten auf die finanziellen Aspekte bei der Einrichtung aller Räume und hier ist das Badezimmer keine Ausnahme. Viele der zuvor genannten Trends werden aufgrund der höheren Kosten erst bei der Sanierung eines Badezimmers spruchreif, also nach durchschnittlich 30 Jahren Verwendung. „Bei Sanierungen werden höherwertige Produkte gewählt und auch die Barrierefreiheit ist ein Thema“, so Prasch. Wobei bodengleiche Duschen auch von jungen Häuslbauern gerne gewählt werden, hier vor allem aufgrund praktischer und optischer Gründe. Sofern es der Platz zulässt werden auch 2 Waschbecken im Bad verbaut. Viel wichtiger sieht Prasch allerdings die Möglichkeit, stattdessen mehr Stauraum im Badezimmer unterzubekommen, sei es mit Unterschränken oder hohen Schränken an den Seiten des Waschbeckens. Vor allem der Griff zu diversen Waschutensilien oder den Badetüchern wird dadurch erleichtert.
Lange Zeit waren Badewannen vor allem bei Sanierungen rückläufig. Doch Prasch berichtet von einem Revival: Gerade für Erkältungsbäder, zum Entspannen oder Aufwärmen im Winter bieten Badewannen einen Vorteil, der bei den Duschen fehlt.
Neben der individuellen Optik können Badewannen auch mit einem zusätzlichen Wellnessfaktor ausgestattet werden: Durch ein eingebautes Farblicht spiegelt sich beispielsweise ein belebendes Rot oder ein beruhigendes Grün im gesamten Wasser.
Was hält er von Waschmaschinen im Badezimmer? Wenn es platztechnisch nicht anders möglich ist, gäbe es auch dafür elegante Lösungen. Ansonsten sieht Prasch die Waschmaschine eher in einem Arbeitsraum zum Beispiel im Untergeschoss, der mit dem Badezimmer mittels Wäscheschacht verbunden ist. Hier ermahnt er dazu, diesen nicht zu groß anzulegen zum Schutz für im Haushalt lebende Kinder.

Badezimmer als kältester Raum
Fliesen, die es mittlerweile auch in Holzoptik für das Badezimmer gibt, gelten generell als eher kühl – und diese Kühle spürt man auch im gesamten Raum. Kaum ein Bad werde daher noch ohne Bodenheizung ausgestattet, so Prasch. Gerade bei Neubauten sei dies generell zur Norm geworden. Aber auch bei Sanierungen kann man mit einer Dünnbett-Fußbodenheizung – direkt unter der Fliese eingebaut – für Wärme unter den Füßen sorgen. Zusätzlich kann man eine Elektrofußbodenheizung mit einer Zeit- und natürlich Temperaturregelung steuern, damit das Badezimmer genau dann angenehm warm ist, wenn es am Morgen und am Abend genutzt wird. Das sei vor allem in den Sommermonaten interessant, in denen die reguläre Heizung ausgeschaltet ist. Zusätzlich können auch Sprossenheizkörper für den Sommerbetrieb mit einem Elektrostab ausgestattet werden. Um das Badezimmer möglichst praktisch zu gestalten hilft heutzutage eine 3D-Planung, die das künftige Bad anschaulich darstellt und verschiedene Varianten aufzeigt. Beratung bei der Einrichtung sei dabei unumgänglich, so Prasch, da die Gestaltungs- und Ausstattungsmöglichkeiten mittlerweile sehr zahlreich sind.

Text: Stefanie Schadler

Fotos beigestellt von Fa. Prasch

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