Ein Gendarmerieposten und die Geschichte

in Leserservice

Wie sah der Alltag der Bevölkerung aus Sicht der Exekutive aus? Diese und weitere Fragen beantwortet ein neues Buch des Historischen Vereins Wechselland.

Nahe fremde Vergangenheit

Mit dem Buch „55 Jahre Gendarmerie in Dechantskirchen 1936–1991“ beleuchtet der Historische Verein Wechselland als Herausgeber ein weiteres Fragment über die Geschichte des Wechsellandes.

Das Buch befasst sich mit einer gar nicht so fernen Vergangenheit, die dennoch anhand der ein oder anderen Erzählung und Geschehnisse fremd erscheinen mag. Es spiegelt Realität, Konflikte, Ereignisse und den Alltag wider, mit denen die Menschen damals im Wechselland konfrontiert waren.

Der Gendarmerieposten in Dechantskirchen war für Dechantskirchen, Hohenau, Schlag bei Thalberg, St. Lorenzen am Wechsel, Festenburg und auch für Ehrenschachen zuständig. Das Buch behandelt Ereignisse, die für die Gendarmerie, das steirische Wechselland und für Dechantskirchen von besonderer Bedeutung waren. So finden sich darin die Beweggründe zur Gründung des Postens, die Auswirkungen des Krieges und der Besatzungszeit, und es gibt Einblick in den Alltag der Bevölkerung aus der Sicht der Exekutive. 

Recherche und Zeitzeugen

Der Autor stammt aus Dechantskirchen und ist als Polizist am Polizeiposten in Rohrbach an der Lafnitz tätig. Siegfried Höllerbauer stieß auf die Gendarmeriechronik von Dechantskirchen und transkribierte die vorhandenen Seiten, die allesamt in Kurrentschrift verfasst sind. Zusätzlich setzte er sich mit der Materie auseinander und versuchte viele Eintragungen zu hinterfragen und gewisse Aspekte zu recherchieren. Für viele Eintragungen besorgte er sich in zahlreichen Archiven Zeitungsberichte und ergänzende Unterlagen. Zusätzlich führte er mit vielen noch lebenden Gendarmen Zeitzeugengespräche, in denen viele Erinnerungen und viele persönliche Gefühle festgehalten wurden. Jede einzelne Recherche und jedes einzelne Gespräch sind ein Mehrwert für das Wechselland, denn so wurden Erinnerungen festgehalten, die vielleicht in wenigen Jahren nicht mehr überprüfbar oder recherchierbar wären. ❏   

Stefanie Schadler

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