Ein Haus, aus der Region gewachsen

in Wirtschaft

Bauen wie früher, mit Materialien aus der Region: Das Naturhaus Wechselland macht es vor und profitiert – durch seine Unabhängigkeit von der Industrie – von stabilen Preisen.

Naturnah und regional

Naturverbundenes Bauen wie früher, unterstützt mit moderner Technik, findet immer mehr Anhänger. Die Naturhaus Wechselland GmbH hat sich auf diese Bauweise spezialisiert und bietet mittlerweile bei Neubau und Sanierung alles aus einer Hand an, von der Planung über die Errichtung oder Sanierung eines Hauses bis hin zur Installation der Haustechnik. Wer sich für ein Naturhaus entscheidet, erhält Materialien aus seiner Region und weiß, wo das Holz für sein Haus gewachsen ist. Die Transportwege sind sehr kurz und dadurch entsteht auch eine gewisse Verbundenheit zwischen Häuslbauer und Rohstoff. Die Verbindung zum Haus ergibt sich durch die aktive Mitarbeit der Häuslbauer während der Bauarbeiten.

Wie die Baubranche allgemein hatte auch das Naturhaus Wechselland während der Pandemie eine gute Auftragslage. Die regionale Denkweise vom Naturhaus Wechselland macht sich nun bezahlt, denn während die Preise für industrielle Baustoffe in den vergangenen Jahren enorm gestiegen sind, bleiben die Kosten für die regional eingekauften Baumaterialien auf einem vergleichsweise stabilen Niveau. Mit den Materialien Holz, Lehm, Kalk und Stroh ist man von der Industrie unabhängig. Vor allem in der Sanierung, die laut Wilhelm Höfler – Mitbegründer und Geschäftsführer der Naturhaus Wechselland GmbH – in Zukunft stark zunehmen werde, ist die Naturbauweise eine Möglichkeit, regional und kostengünstig Projekte umzusetzen.

Mehr als nur ein Haus

Natürlich müssten einzelne Komponenten wie Fenster und Dachziegel zugekauft werden. In diesem Bereich arbeitet man mit langjährigen regionalen Partnern zusammen. Ein neuer Trend gehe zudem immer mehr in Richtung Dachbegrünung, so Höfler. Ein großes Ziel von Naturhaus Wechselland ist es, eine Gemeinschaft aus Bauern zu finden, die das „Dämm-Stroh“ für das Naturhaus herstellt. Aktuell wird das biozertifizierte Stroh bei einem Großhändler in Niederösterreich zugekauft.

Seit Frühjahr 2021 wurde das Firmengebäude in Pinggau mit einem Rundbau erweitert, in dem Besprechungen stattfinden, aber auch externe Veranstaltungen abgehalten werden.

Das Konzept hinter dem Naturhaus höre laut Höfler nicht an den Außenmauern auf, sondern sei eine Art Lebenseinstellung: Wer in einem Naturhaus lebt, setzt zum Beispiel auch die Gartengestaltung naturnah um, indem sich Nützlinge in Blumenwiesen tummeln dürfen, der natürliche Schatten alter Bäume genützt oder ein Gemüsegarten angelegt wird. 

Aktuell nimmt die Firma in jedem Bereich neue Mitarbeiter auf. ❏              

Stefanie Schadler

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