Einstieg in den Onlinehandel

in Wirtschaft

Die Corona-Krise hat auch den Onlinehandel befeuert. Wer sich überlegt, mit einem Webshop zu starten, sollte vorab einige Dinge bedenken, etwa die Kosten von Versand und Rückversand.

Versandkosten und rasche Bearbeitung

Der Handel wird zunehmend digital. Dieser sich abzeichnende Trend wurde durch die Corona-Pandemie zusätzlich beschleunigt. Zum Vergleich: 2014 wurden in Österreich pro Jahr 150 Millionen Pakete versendet, im Jahr 2021 wurde erstmals die 300-Millionen-Marke übersprungen. Das zeigt, dass der Versand als Dienstleistung selbst ein stark wachsender Markt ist: Es gibt mehr Angebote und mehr Möglichkeiten und es ist gleichzeitig eine Herausforderung für die Händler, sich unter all den Angeboten richtig zu entscheiden.

Über das Magazin für Online- und Versandhandel „Click & Sell“ der Wirtschaftskammer Niederösterreich werden Menschen aus der Praxis befragt sowie nützliche Tipps zu diesem Thema gegeben.

Vor allem als kleiner Onlinehändler hat man es anfangs schwer, gute Preise bei den Versanddienstleistern zu verhandeln, teilweise wird man gar nicht bedient. Ab einer gewissen Größe wird es einfacher und die Lieferanten holen die Ware direkt ab. Vorsicht ist bei Preisverhandlungen geboten: So kann mit Versanddienstleistern zum Beispiel eine gewisse Menge an Paketen im Monat ausverhandelt werden, wofür man einen besseren Preis erhält. Problematisch könne es werden, wenn man die ausverhandelte Menge nicht erreiche und dann ein ganz anderer Preis zustande komme, so Gerald Spiess, Berufsgruppensprecher Versand- und Internethandel der WK Niederösterreich.

Der E-Commerce-Handel ist sehr kurzlebig und als Onlineshop muss man schnell reagieren, um den Kunden zufriedenzustellen. So ist für den Kunden die Lieferzeit sehr wichtig, was eine rasche Bearbeitung der Bestellung voraussetzt. Ein angegebener Liefertermin der Ware sollte eingehalten werden und der Kunde sollte eine Aufgabennummer erhalten, um die Sendung verfolgen zu können. 

Rückversand einkalkulieren

Auch der Rückversand ist beim Onlinehandel ein wichtiger Punkt. Rainer Jahrmann von www.lasagroom.com spricht von einem normalen Kostenfaktor, den jeder Verkäufer kennt, beziehungsweise ergibt sich die Prozentanzahl der Rückläufer mit der Zeit. Dieser Kostenfaktor müsse auf jeden Fall einkalkuliert werden. Wichtig ist laut Jahrmann, den Kunden nicht nur über die AGB, sondern auch an anderer Stelle klar ersichtlich darüber zu informieren, ob der Rückversand kostenlos ist oder ob der Kunde die Kosten selber tragen muss. „Wenn der Kunde das weiß, ist er auch nicht enttäuscht“, so Jahrmann. 

Die Rückläufer sind dabei stark branchen- und produktabhängig. Bei Schuhen oder Gewand werden zum Beispiel meist mehrere Größen bestellt – was nicht passt, geht wieder retour. Damit ist auch der Rückversand größer. Gerade für Neueinsteiger im Onlinehandel empfiehlt Spiess daher Produkte, bei denen die Rücklaufquote möglichst gering ist. Verhindern könne man es allerdings nie, da der Konsument ein Recht darauf habe.

Erfolg bringt Veränderung

Vor allem das Wachstum eines Onlineshops stellt die Verkäufer immer wieder vor neue Herausforderungen. So erzählt Andreas Wasner von www.xunt.shop, dass die Logistik sich mit der Zeit wesentlich verändere. Zu Beginn seien zum Beispiel nur ein paar Pakete pro Monat verschickt worden, die man selbst aufgegeben habe. Mittlerweile seien es mehrere Tausend pro Monat, die täglich abgeholt würden. Außerdem arbeite man mit zwei Versanddienstleistern und separiere den österreichischen und deutschen Markt, da hier teilweise die Versandkosten der Anbieter unterschiedlich seien. 

Den Infokanal kann auf Youtube unter https://www.youtube.com/playlist?list=PLMglmfX5eBKNqUzl9YxihAVMgLI5l_qVK abonniert werden. ❏ 

Stefanie Schadler

Quelle: Click & Sell – Das Magazin für Online- und Versandhandel

Foto: Mit über 300 Millionen versandten Paketen in Österreich im Jahr 2021 wird der Versand als Dienstleistung immer bedeutender.
© Freepik.com

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