Expertentipp: Hals- und Rachenbeschwerden natürlich behandeln

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Viele von uns kennen Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, unangenehmes Brennen und Kratzen im Hals. In den meisten Fällen sind Erkältungsviren die Auslöser für diese Be-schwerden. Treten starke Halsschmerzen verbunden mit (meist hohem Fieber auf) ist es Zeit für einen Arztbesuch. In den meisten Fällen ist der Infekt jedoch banal und  jeder kann für sich selbst etwas dazu beitragen, damit es nicht zu ausgeprägteren Rachen-beschwerden kommt. Vorbeugend eignen sich besonders gut Lutschtabletten, welche Vitamin C und Zink enthalten. Beide zeichnen sich durch ihre abwehrstimulierende Kraft aus. Zink inaktiviert außerdem Viren, weshalb sich die erwähnte Anwendung als Lutschtablette empfiehlt, wirkt Zink so doch gleich lokal an jenem Ort, der meist die Eintrittspforte für genannte Viren darstellt: an der  Mundschleimhaut.

Gerne werden auch Sprays verwendet, um Mund- und Rachenschleimhaut zu stärken und zu schützen.

Relativ neu am Markt sind enzymhältige Rachensprays. Dieses Enzym ist in der Lage, Virus-Eiweiß  zu inaktivieren um so eine Infektion zu verhindern. Sprays auf Salzbasis befeuchten, reinigen und unterstützen Hals- und Rachenschleimhaut – sie werden somit gerne bei Halsschmerzen, Hustenreiz und belegter Stimme verwendet. Eine weitere Indikation für diese Art Spray stellt der Reflux dar. Die in die Speiseröhre aufsteigende Magensäure kann zu Kehlkopfreizungen, Heiserkeit und Reizhusten führen. Der Spray hilft, indem er Säure abpuffert und Reizungen mindert. Andere Halswehsprays machen sich ihre osmotische Wirkweise zunutze, das heißt, dass aus den tieferen Rachenbereichen Flüssigkeit entzogen wird und mit dieser Flüssigkeit auch gleichzeitig Erreger wie Viren und Bakterien ausgeschwemmt werden.

Ferner gibt es geeignete Filmbildner, die einerseits Feuchtigkeit spenden und auf der anderen Seite einen Barriereschutz gegen Mikroorganismen bieten, was diesen ein neuerliches Anhaften erschwert.

Zu erwähnen wären auch Hals- und Rachensprays, die Echinacea oder Zistrose enthalten. Beide Pflanzen haben sich als abwehrsteigernde Pflanzen etabliert und man macht sich diese immunstimulierende Wirkung auch bei lokaler Anwendung zunutze. Auch Propolis wird in verschiedenen Arzneiformen zur Linderung und Beseitigung von Rachen- und Halsbeschwerden verwendet. Propolis wirkt immunstimulierend und wirkt gegen eine Vielzahl von Mikroorganismen. Hyaluronsäurehältige Lutschtabletten wirken befeuchtend und lindernd durch die Bildung eines Schutzfilmes auf der Schleimhaut.  Es gibt sie in verschiedensten Geschmacks-richtungen.

Aus der Volksmedizin – die wohl bekannteste Pflanze gegen Rachenbeschwerden ist der Salbei. Er wirkt antientzündlich und sollte bei Halssbeschwerden lauwarm gegurgelt oder getrunken werden ( wenn Salbeitee getrunken wird, sollte die Anwendung acht Wochen nicht überschreiten!). Auch Eibisch und Isländisches Moos kennen wir als husten- und reizlindernde Mittel. Gerne werden sie  als Tee, Lutschtablette oder Sirup angewendet. Auch Kamille wirkt entzündungshemmend.

Zusätzlich zu den erwähnten Therapiemöglichkeiten werden auch warme Halswickel als wohltuend empfunden. Man verwendet feuchte Halswickel aus Teezubereitungen oder Topfenwickel. Auch warme Kartoffelwickel sind beliebt. Um ein zu rasches Auskühlen zu vermeiden deckt man den Wickel mit einem trockenen Tuch ab. Vorsicht!! Den Wickel nicht zu heiß auflegen – Gefahr einer Verbrennung!! Nach ca 30 – 45 Minuten den Wickel entfernen, gegebenenfalls erneuern.

Sollten sich die Beschwerden binnen mehrerer Tage nicht bessern oder Komplikationen wie hohes Fieber und /oder starke Abgeschlagenheit auftreten, ist ein Arzt  zu konsultieren. Babies und Kinder sind alsbaldigst einem Arzt vorzustellen. Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit unserem Artikel Altbekanntes zum Thema Rachen- und Halsbeschwerden in Erinnerung rufen, aber auch neue Therapiemöglichkeiten aufzeigen.

Gerne beraten wir Sie persönlich in der Apotheke und freuen uns schon jetzt auf das Gespräch mit Ihnen.

Ihre Mag. Doris Richter und das Team der Apotheke Aspang

© Bild: Pia Schopfhauser

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