Gelder zur Attrak-tivierung der Bahn

in Leserservice

Mit einer Online-Petition möchten Bahnbegeisterte EU-Gelder für die Attraktivierung der Bahn im Südosten Österreichs und in Westungarn anstoßen.

Auch für den Wechsel wichtig

Bahnbegeisterte haben sich aus der Oststeiermark, dem Südburgenland und dem benachbarten Ungarn (Komitat Vas) zusammengefunden und eine überparteiliche und überregionale Bürgerinitiative namens „Zukunft auf Schiene / A jövö sínen van“ gegründet. Sprecherin ist Jutta Spitzmüller aus dem Bezirk Oberwart. Gefordert wird ein zukunftsfähiges Bahn-Verkehrsnetz von Graz über Gleisdorf, Hartberg und Fürstenfeld Richtung Wien und von Friedberg über Oberwart bis Szombathely (Komitat Vas/Westungarn). Ende März wurde eine Online-Petition gestartet mit dem Ziel, 5.000 Unterschriften zu sammeln, um damit an die Landes- und Bundespolitik heranzutreten und sie aufzufordern, jetzt um EU-Förderungen für das länderübergreifende Projekt anzusuchen und es umzusetzen.

Auch wenn die Initiative eher vom Burgenland ausgeht, kommen auch der Wechselbahn als Verbindung zwischen Friedberg und Aspang sowie der Aspangbahn mit ihrer Verbindung weiter nach Wien entscheidende Rollen zu. Unter den Unterstützern befindet sich auch Bürgermeisterin Waltraud Schwammer aus Dechantskirchen. Sie selbst hat bereits Erfahrung damit gemacht, was es heißt, Opfer von Reformen zu werden: Zu Beginn ihrer politischen Karriere wurde eine Schließung der Bahnhöfe Dechantskirchen sowie Fehring und St. Johann in der Heide angedacht. „Es existierte bereits ein Fahrplan ohne diese Bahnhöfe.“ Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden taten sich da-raufhin zusammen und konnten so eine Schließung verhindern. 

Es braucht ein Bekenntnis zur Bahn

Der Bahnhof in Dechantskirchen ist laut aktueller Pläne für die nächsten fünf Jahre gesichert. „Was fehlt, sind ein langfristiger Plan und ein Bekenntnis zur Bahn“, so Schwammer. „Wir brauchen die Bahn, weil sie uns eine klimaschonende, nachhaltige und sichere Mobilität gewährleistet, die unsere Regionen mit den Zentren gut verbindet. Es liegt an unserer Generation, die richtigen Weichen für eine gute und vor allem lebenswerte Zukunft unserer Nachkommen zu stellen.“ Zahlreiche Jugendliche, die in Städten wohnen, hätten zudem keinen Führerschein, aber auch diese möchten mobil sein. 

Gerade die Oststeiermark wurde laut Petition bisher bahnmäßig vernachlässigt. Schnellere Fahrten, attraktivere Fahrpläne und eine gute Ergänzung mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln sollen den Personenverkehr auf der Schiene für die Mobilität der Zukunft wappnen. Eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz erleichtert zudem das Pendeln, entlastet Städte vom Verkehr und fördert den Tourismus durch bessere Erreichbarkeit. ❏              

Stefanie Schadler


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