Gesundheitskoordinatorin Mag. Yvonne Irsay

in Leserservice

Serie Menschen im Wechselland: Mit dem in Österreich bisher einzigartigen akademischen Lehrgang für „Regionale Gesundheitskoordinatoren“ seitens der Initiative „Tut gut!“ soll die Gesundheitsförderung und Prävention in Niederösterreichs Gemeinden verankert werden. Gestartet wurde mit der Ausbildung im Frühjahr 2018. Die ersten 13 Studierenden graduierten im Februar 2020 und schlossen das Studium erfolgreich ab. Darunter auch Mag. Yvonne Irsay, die seither als Gesundheitskoordinatorin für die Marktgemeinde Mönichkirchen tätig ist. 

WLZ: Was gab den Ausschlag für den Besuch dieses Lehrgangs?

Mag. Irsay: Als der Universitätslehrgang „Regionale/r Gesundheitskoordinator/in“ im Jahr 2017 ausgeschrieben wurde, war ich langjähriges Mitglied bei der Gesunden Gemeinde Mönichkirchen sowie Gemeindemitarbeiterin und Ordinationshilfe bei unserem Allgemeinmediziner in Mönichkirchen. Durch die zahlreichen Gespräche und auch aufgrund persönlicher Erfahrungen in meiner Familie habe ich gemerkt, dass die Gesundheit das Wichtigste im Leben ist und das man auch vieles selbst in der Hand hat bzw. hätte, um gesund zu bleiben. Zudem hat mich immer das Motto begleitet „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“. Aus diesen Gründen habe ich mich dazu entschieden, mich für diesen Pilotlehrgang zu bewerben. 

WLZ: Wie ist der Lehrgang aufgebaut?

Mag. Irsay: Hauptthema ist die Gesundheitsförderung in allen Facetten. Das Ziel des Lehrgangs ist eine nachhaltige Stärkung der Gesundheit aller Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger. Es wurde interdisziplinäres Wissen aus Gesundheitsförderung und Prävention im Allgemeinen vermittelt und Themen wie Qualitätssicherung, Regionalpolitik, Kommunikation, Moderation, Partizipation, Öffentlichkeitsarbeit sowie Beratungskompetenzen erarbeitet.

WLZ: Welche Projekte bzw. Schwerpunkte setzen Sie diesbezüglich in der Gemeinde Mönichkirchen?

Mag. Irsay:Im Zuge des akademischen Lehrgangs „Regionale/r Gesundheitskoordinator/in“ fand im Herbst 2018 eine Bedarfserhebung statt. Diese Erhebung fand in Form eines Workshops zu den Themen „Gesundheitsförderung und Prävention bzw. Situationsanalyse“ und „„Bedarfsabklärung“ statt.

 Um das Wohlbefinden zu steigern, wurde von einer Teilnehmerin die Problematik angesprochen, dass viele Menschen zu flach atmeten und dadurch oft Probleme entstehen könnten. Sie selbst habe Atemtechniken zur Beruhigung bei einem Herzinfarkt angewendet und dabei erkannt, wie wirkungsvoll diese gewesen seien. 

Vor dem Hintergrund, dass Mönichkirchen einer von insgesamt zwölf heilklimatischen Kurorten in Österreich und zudem für seine waldreiche Gegend bekannt ist, ist diese Gesunde Gemeinde dazu prädestiniert, das Thema Atmen aufzunehmen. Zudem wurde vor zwölf Jahren ein Wasserpark mit einem Salaerium, einer Gradieranlage, errichtet, wo mittels salzhaltigen Wassers, das über Bündel von Tannenreisig tropft, eine Luft erzeugt wird, die vergleichbar ist. Das Einatmen dieser Luftkombination hat einen günstigen Einfluss auf die Atemwege.

Hier wurden bereits im Herbst 2019 erste Workshops im Kindergarten, in der Schule und für Erwachsene abgehalten. Neben dem Schwerpunkt „Atme Dich frei“ gibt es auch eine Tanzgruppe „Tanzen hält jung“ und eine LIMA(Lebensqualität im Alter)-Gruppe.

Als „Regionale Gesundheitskoordinatorin“ bin ich Ansprechperson für jegliche gesundheitsfördernde Maßnahmen und jederzeit für neue Ideen und Projekte offen, um allen Menschen in der Gemeinde ein langes, selbstbestimmtes Leben in Gesundheit zu ermöglichen.

WLZ: Wie ist Ihr Zugang zum Thema Gesundheit und wie halten Sie sich fit und gesund?

Mag. Irsay: Es gibt einige Bereiche, die man kaum beeinflussen kann und mit denen man lernen muss umzugehen. Es ist aber gerade bei der Gesundheit auch möglich, vieles selbst zu beeinflussen und sich selbst etwas Gutes zu tun. Sich dieser Chance bewusst zu sein, dass man die Gesundheit zum großen Teil auch selbst in der Hand hat, gibt Mut und Kraft. 

Für mich persönlich ist es wichtig, auf sich und seinen Körper zu hören (wann brauche ich Ruhe, wann bin ich voller Tatendrang?). Man muss keinen Leistungssport machen um gesund zu sein. Moderate Bewegung (spazieren gehen, wandern, Rad fahren, schwimmen etc.), die einem Spaß macht, bei der Ernährung auf Abwechslung zu achten und ein „Miteinander“ zu leben, sind für mich wichtig und halten mich fit. 

Ich gebe zu, dass ich nicht die Vorzeigesportlerin bin, aber die 1.000 Schritte pro Tag schaffe ich doch immer wieder. Das bewusste Spazierengehen mit ein paar Atemübungen im Luftkurort und im Wald in Mönichkirchen geben mir viel Kraft und sorgen für meine Erholung. ❏   
Stefanie Schadler

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