Holzfassaden / Lärchenschindelholzfassaden

in Expertentipp

Holz ist eine nachwachsende Ressource. In Österreich wächst mehr Holz nach, als genutzt wird. Durch die Verwendung von Holz als Baustoff erzeugt man keinen Abfall. Holz ist zur Gänze recycelbar und zeichnet sich durch sehr gute Wärmedämmungs- und Wärmespeicherungseigenschaften aus. Durch Fassaden mit Holz veredeln Sie Ihr Bauvorhaben mit einem hochwertigen Baustoff auf natürlicher Basis. Erst die Fassade verleiht dem Gebäude sein charakteristisches Erscheinungsbild. Holz als Außenwandverkleidung wird schon seit Generationen verwendet. Sowohl in der modernen Architektur als auch in der traditionellen Bauweise gewinnen Holzfassaden immer mehr an Bedeutung. Bei werkstoffgerechtem Einsatz erreicht Holz oft eine längere Lebensdauer als andere Fassadenarten. Durch die Wahl der Holzart, die Art der Montage sowie der Oberflächenbehandlung eröffnet sich eine Vielzahl individueller Gestaltungsmöglichkeiten. An der Fassade kann Holz auch ohne Oberflächenschutz verwendet werden. Dadurch entsteht mit der Zeit durch Bewitterung eine natürliche graue Patina. Das stellt keine Holzfäule und auch keine Qualitätsminderung dar, sondern ist vielmehr Ausdruck der Lebendigkeit und des natürlichen Alterungsprozesses des Holzes.

Witterungseinflüsse wie Temperaturschwankungen, Sonne, Wind und Feuchtigkeit sowie eventuell möglicher Pilz- und Insektenbefall belasten den Werkstoff Holz, genauso wie andere Werkstoffe auch. Daher ergeben sich spezielle Anforderungen an den Werkstoff selbst und es ist auf konstruktiven Holzschutz zu achten. Eine dauerhafte Durchfeuchtung führt zur Verringerung der Lebensdauer der Holzfassade. Alle Anschlüsse müssen so ausgeführt werden, dass ein nachträgliches Austrocknen sowie eine dauerhafte, ausreichende und gleichmäßige Be- und Entlüftung des Holzes ermöglicht wird. Diese ‚Hinterlüftung‘ zwischen Außenverkleidung und tragender Wand ist notwendig um eventuell entstandenes Kondensat oder eingedrungene Feuchtigkeit schneller wieder abzutrocknen. Am unteren und oberen Ende der „Hinterlüftung“ sind Insektenschutzgitter anzubringen. Ein ausreichender Abstand zum Boden (in der Regel mindestens 30 cm) ist als Spritzwasserschutz und Schutz vor direktem Erdkontakt zu wählen. 

Die Unterkonstruktion ist abhängig von der Dämmung, den Verkleidungselementen, sowie der Verlegerichtung. In der Regel besteht die Unterkonstruktion aus Konterlattung und Traglattung. Zur Befestigung der Fassadenverkleidung sollten verzinkte Nägel oder Schrauben bei verdeckter Befestigung verwendet werden. Bei sichtbarer Befestigung sollten Nägel oder Schrauben aus rostfreien Legierungen eingesetzt werden.

Für Fassaden aus Holz können viele Variationen zur Ausführung gelangen. Man unterscheidet zwischen Außenverkleidungen aus Brettern oder Profilbrettern, Fassadenelementen aus plattenförmigem Holzwerkstoff und Schindeln.

Grundsätzlich sind alle heimischen Nadelholzarten wie Lärche, Fichte, Tanne, Kiefer sowie sehr dauerhafte Laubholzarten wie Eiche, Robinie oder Kastanie als Holzfassade geeignet.

Hier ein paar Tipps für die Umsetzung der Außenwandverkleidung mit Lärchenholzschindeln:

Bei der Schindeldeckung ist, wie bereits oben erwähnt, auf den baulichen und konstruktiven Holzschutz zu achten (d. h. „Hinterlüftung“, Bodenabstand, Insektengitter usw.). Die Unterkonstruktion, bestehend aus Konterlattung und Traglattung, ist am Untergrund anzubringen. Der Reihenabstand der Traglattung ist von der verwendeten Schindellänge abhängig. Außenwandbekleidungen mit Holzschindeln müssen mindestens zweilagig ausgeführt werden. Sollen bestimmte Gebäudelinien wie Brüstung oder Sturz fortgesetzt werden, muss der hierfür benötigte Reihenabstand, unter Beachtung des maximal möglichen Abstands, abhängig von der Schindellänge, ermittelt werden. Das abschließende Rollgebinde am oberen Ende der Fassade verdeckt die Nagelung der letzten Schindelreihe.

Zur Befestigung der Holzschindeln an der Unterkonstruktion werden Nägel mit gerilltem Schaft aus feuerverzinktem oder nicht rostendem Stahl verwendet. Entsprechende Klammern sind ebenfalls geeignet. Jede Schindel sollte mit zwei Nägeln befestigt werden. Es ist da-
rauf zu achten, dass die Nägel nur im Überdeckungsbereich gesetzt werden. 

Die Anschlüsse bei den Tür- und Fensterleibungen können ebenfalls mit Schindeln ausgedeckt werden. Als alternative Ausführung können hier aber auch Leibungsbretter mit Deckpfalz verwendet werden.

Bei Einhaltung des baulichen und konstruktiven Holzschutzes ist keine zusätzliche Behandlung der Lärchenholzschindelfassade notwendig. Im Bereich der Bewitterung entsteht eine natürliche Vergrauung der Oberfläche.

Bei weiterem Interesse zum Thema „Holzschindeln – Fassaden/Dächer“ beraten wir Sie gerne.

Hofer Gerald 
Aigen 31 Aigen 31 
A-2860 KIRCHSCHLAG/BW 
Tel.: +43 (0) 664/4874973 
E-Mail: huizbua@gmail.com

Ritter Reinhard 
Wiener Strasse 6a 
A-2860 KIRCHSCHLAG/BW 
Tel.: +43 (0) 664/3946048 
E-Mail: info@ritterschindl.at

Letzte Beiträge

Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Wenn Sie fortfahren, nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies auf der Webseite einverstanden sind. Zur Datenschutzerklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close