Informationen und Tipps zur Außenwandbekleidung mit Holzschindeln

in Expertentipp

Expertentipp von Gerald Hofer und Reinhard Ritter

Bekleiden Sie Ihre Fassade mit heimischen Lärchenholzschindeln. Modern wie traditionell, verleiht dies Ihrem Gebäude ein charakteristisches Aussehen.

Jede Schindeldeckung erfordert eine dauernde, ausreichende und gleichmäßige Be- und Entlüftung. Diese Hinterlüftung ist von unten nach oben durchgehend vorzusehen. Die Verlegung von Holzschindeln direkt auf eine Diffusionsfolie/Dachpappe vermindert die Haltbarkeit der Schindeln erheblich, denn ohne Hinterlüftung der Schindel wird durch anhaltende Feuchtigkeit deren Fäulnis begünstigt. Daher ist eine Unterkonstruktion, bestehend aus Konterlattung und Traglattung, anzubringen.

Außenwandbekleidungen müssen mindestens zweilagig ausgeführt werden und der Reihenabstand der Traglattung hängt von der Schindellänge ab. Bei einer Schindellänge von 300 mm ergibt sich ein maximaler Reihenabstand von 140 mm. Sollen bestimmte Gebäudelinien, wie Brüstung oder Sturz fortgesetzt werden, muss der hierfür benötigte Reihenabstand, unter Beachtung des maximal möglichen Abstands laut Schindellänge, ermittelt werden.

Der Abstand der untersten Reihe vom Boden ist, unter Beachtung einwandfreier Belüftung, fachgerecht als Spritzwasserschutz und Schutz vor direktem Erdkontakt zu wählen. Bei möglicher direkter Bewitterung hat sich ein Bodenabstand von 250 mm bis 300 mm bewährt. Der Einbau von weitmaschigen Gittern an Zu- und Abluftöffnungen wird empfohlen, aber der notwendige Lüftungsquerschnitt darf dadurch nicht beeinträchtigt werden.

Zur Anbringung der Holzschindel an der Unterkonstruktion können Nägel mit gerilltem Schaft aus feuerverzinktem oder nichtrostendem Stahl, als auch entsprechende Klammern verwendet werden. Die Nägel werden nur im Überdeckungsbereich gesetzt und jede Holzschindel wird mit zwei Nägel befestigt. Das Rollgebinde verdeckt die Nagelung der letzten Schindelreihe am oberen Abschluss der Fassade.

Die Anschlüsse bei Tür- und Fensterleibungen können mit Schindeln gedeckt werden. Als alternative Ausführung können Leibungsbretter mit Deckpfalz verwendet werden.

Durch die Beachtung des baulichen Holzschutzes ist keine zusätzliche Behandlung der Lärchenholz-Schindelfassade notwendig, denn diese erhält durch die silbergraue, natürliche Patina eine äußerst robuste und langlebige Oberfläche.

Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen sowie jahrzehntelange Freude mit Ihrer neuen nachhaltigen Fassadenbekleidung und bei weiterem Interesse zum Thema „Schindeln“ beraten wir Sie gerne persönlich. Gerald Hofer und Reinhard Ritter

Hofer Gerald
Aigen 31
2860 Kirchschlag/Bw
T.: +43(0)664/4874973
huizbua@gmail.com

Ritter Reinhard
Wiener Strasse 6a
2860 Kirchschlag/Bw
T.: +43(0)664/3946048
info@ritterschindl.at

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