Innere Blockaden durch Bewegung lösen

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Besonderheiten einer Persönlichkeit sind nicht als Eigenschaft anzusehen, sondern als innere Blockaden, die man in wenigen Schritten lösen kann: Das besagt die Evolutionspädagogik.

Mit Bewegung zum Gleichgewicht

Lernschwäche oder Aggressivität sind keine Eigenschaften eines Kindes, sondern das Ergebnis von vorwiegend stressbedingten Lernblockaden. Das ist die Auffassung der Evolutionspädagogik, die 1990 von Ludwig Koneberg entwickelt wurde. Nach dieser Sichtweise können Blockaden wie Hyperaktivität, Konzentrationsschwäche oder im Erwachsenenalter die Angst, vor einer großen Menschenmenge zu sprechen, durch gezielte körperliche Bewegungen angesprochen werden. Es entstehen neue Verbindungen im Gehirn, wodurch sich die Blockaden mit der Zeit lösen. 

Die Annahme ist dabei, dass Menschen sieben Entwicklungsstufen in ihrem Leben durchlaufen, die mit besonderen Fähigkeiten oder Sicherheiten verknüpft sind, etwa das Sicherheitsgefühl oder die Sprache. Durch Auslöser wie Stress können allerdings Blockaden entstehen, die sich in einer der Stufen festsetzen. Der Evolutionspädagoge erkennt durch Beobachtung und im Gespräch, in welcher Stufe die Blockade besteht, und spricht dann durch bestimmte Körperübungen diese Blockade an. 

Die Körperübungen sprechen immer zwei Pole an, wie etwa Ruhe und Bewegung oder Rückzug und Neugier, wobei es darum geht, sich in beiden Extremen wohlzufühlen. Wer zum Beispiel immer nach außen gekehrt ist, findet nur schwer zu sich selbst. Ist jemand allerdings nur in sich gekehrt, dann kann er sich nicht weiterentwickeln. Die Übung ist erst dann beendet, wenn sich beide Pole angenehm anfühlen. Mit diesem erlangten Gleichgewicht könne man sein volles Potenzial wieder ausschöpfen. 

Workshops für Power-Mamas

Angelika Winkler aus Rohrbach an der Lafnitz und Julia Gerngroß aus St. Magdalena am Lemberg sind Mittelschullehrerinnen und haben sich kürzlich zu Evolutionspädagoginnen ausbilden lassen. Während Julia das Wissen im Unterricht mit ihren Kindern anwendet, hat Angelika diese Ausbildung während ihrer Karenz abgeschlossen, sodass sie diese Erkenntnisse gleich für sich als Mutter anwenden konnte. So beschreibt sie die Situation als Jungmama, von allen Seiten Ratschläge zu bekommen, wie zum Beispiel, dass man sich ausruhen solle, während das Kind schläft. Für Angelika klang das gut, doch es fühlte sich nicht gut an, weil andere Dinge in dieser Zeit liegen geblieben sind. Durch die Evolutionspädagogik sei sie dort hingekommen, dass sich das Ausruhen gut anfühlt; sie konnte entspannen und ihre Ressourcen besser einteilen. 

Dadurch entstand die Idee zum Workshop „Power-Mamas“, der Müttern mehr Sicherheit und Kraft geben soll. Es werden Übungen gemacht, es wird mit einem Labyrinth gearbeitet und getrommelt. Der Workshop bietet aber auch eine stressfreie Umgebung, die es Müttern ermöglicht, sich auszutauschen. Auch Einzelsitzungen werden angeboten, um persönliche Stressblockaden zu lösen. Geeignet ist die Evolutionspädagogik für Blockaden und Ängste jeglicher Art, bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen.

Termine Workshops:

Samstag 12.11. 14:00 Uhr, in der Mittelschule Bad Waltersdorf

Sonntag 13.11. 09:00 Uhr im alten Gemeindeamt in Limbach

Kosten: €45, Dauer: ca. 3 Stunden

Kontakt: Angelika Winkler 0660/7155424

❏ Stefanie Schadler

Foto: Julia Gerngroß (links) und Angelika Winkler haben den Power-Mama-Workshop initiiert.


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