Internetkriminalität steigt in Österreich

in Wirtschaft

Bei der Wahl des Standortes für eine Firma ist Sicherheit ein wichtiges Thema. Ganz unabhängig vom Standort können Unternehmen dagegen überall von Internetkriminalität betroffen sein. Die Betrugsfälle nehmen auch in Österreich zu.

Tipps gegen Internetkriminalität

Generell gibt es Tricks für Unternehmen, um seine Daten zu schützen. 
  • So sollten Passwörter eine Kombination aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen sein und regelmäßig geändert werden. 
  • Wenn Sie von Unbekannten eine E-Mail mit einer Zipdatei oder Links erhalten,, ist diese am besten zu ignorieren bzw. zu löschen. 
  • Weiters sollten Zahlungen nur über sichere Verbindungen 
(https:// statt http://) abgewickelt werden.
  • Nutzen Sie öffentliches WLAN nicht für vertrauliche Transaktionen. 
  • Vereinbaren Sie im Internet niemals Vorauskasse, sondern zahlen Sie am besten nach Erhalt der Ware. 
  • Schützen Sie Ihren Computer mit einem Virenprogramm.

Nützliche Kontakte:
• Cyber Security Hotline der WKO 0800/888 133
• Bei Cybercrime-Vorfällen: against-cybercrime@bmi.gv.at
• Aktuelle Betrugsfälle im Internet sowie Tipps, wie man sich vor gängigen Betrugsmaschen schützen kann, finden Sie unter: www.watchlist-internet.at

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 ist die Anzahl der erhobenen Anzeigen im ersten Halbjahr 2019 leicht gestiegen. Als Hauptgrund nennt das Innenministerium die Internetkriminalität, die weiterhin die größte Herausforderung für die Polizei darstellt. In den ersten sechs Monaten wurden 13.020 Delikte im Bereich Internetkriminalität bei der Polizei angezeigt, 8.659 waren es im Vergleichszeitraum 2018. Der zahlenmäßig größte Faktor fällt dabei auf Internetbetrug, der auch maßgeblich für den diesjährigen Anstieg verantwortlich ist: Hier ist eine Zunahme von 32,8 % zu verzeichnen. Darunter fallen unter anderem Phishingmails, gefälschte Gewinnbenachrichtigungen, Lösegeld-Trojaner, unsichere Facebook-Apps und Mehrwert-SMS-Abofallen.


Cyberattacken bei Unternehmen
Rund 30 % der Unternehmen – von Klein- und Mittelbetrieben bis hin zu großen Konzernen – werden in Zukunft vor großen Herausforderungen stehen, vor allem was die Gefährdung der Datensicherheit betrifft. Dabei bleiben die Tricks der Betrüger im Prinzip immer dieselben, wie zum Beispiel um die Nutzer dazu zu bringen, einen E-Mail-Anhang zu öffnen: Internetkriminelle wissen, worauf Unternehmen meist unvoreingenommen reagieren. So werden zum Beispiel immer wieder gefälschte Bewerbungen verschickt, die einen Trojaner enthalten – oft als Initiativbewerbung getarnt, aber auch auf eine aktuelle Stellenausschreibung per Mail antwortend. Mit einem passenden Betreff „Bewerbung auf Ihr Stellenangebot“ stellt sich die Bewerberin neben einleitenden Worten im Mailtext und mit einem professionellen Bewerbungsfoto vor. Im Anhang finden sich ein Arbeitszeugnis und ein Lebenslauf in einer Zipdatei. Wer auf den Anhang klickt, öffnet sogleich eine Schadsoftware, die aktuell noch nicht von allen Antivirenprogrammen erkannt wird. Daher sollten Mitarbeiter in Unternehmen, die für Bewerbungen zuständig sind, bezüglich solcher Gefahren geschult sein. 
Häufig sind auch Erpressermails im Umlauf: Ein Hacker verlangt Bitcoins nach einem angeblichen Hack des Computers und der Auswertung der Daten. Auch Erpressungen nach einem vermeintlichen Pornokonsum werden immer wieder versendet. Wichtig ist, sich nicht irritieren zu lassen und das Mail nicht weiter zu beachten.

Was bedeutet Phishingmails?

Hier verlangen die Betrüger vom E-mail-Empfänger geheime Daten, die etwa für Onlinebanking oder Onlineshops genutzt werden. Man wird dazu aufgefordert, z. B. die Bank-Website aufzusuchen und dort Kontodaten einzugeben. Verlinkt ist meist eine Internetseite, die der Bank-Homepage täuschend ähnlich sieht, aber von Betrügern betrieben wird. Wichtig zu wissen ist, dass seriöse Unternehmen und Banken nie vertrauliche Daten wie Passwörter oder Transaktionsnummern per E-mail verlangen. ❏          Stefanie Schadler

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