Karl Morgenbesser Projektentwickler und Geschäftsführer

in Leserservice

Serie: Menschen im Wechselland

Die Region als Ganzes touristisch vermarkten, unterschiedliche Betriebe an einem Platz zusammenbringen und eine interessante Region zum Leben und Arbeiten schaffen – das ist die Vision von Karl Morgenbesser.

Über Grenzen hinausdenken

Karl Morgenbesser aus Aspang hat die Studien „Bewegung und Sport“ sowie „Geschichte“ jeweils als Lehramt und „Sportmanagement“ absolviert. Zeit, die Studien zu beenden, blieb ihm allerdings nicht: Mit dem Sport- und Gesundheitszen-trum in Aspang ist er 2009 in die Selbstständigkeit gegangen. Seit 2016 ist er Geschäftsführer und Mehrheitseigentümer der Erlebnisarena und der Wexl Trails in St. Corona und dazwischen hat er selbst eine Familie gegründet. 

Zu seinen Aufgaben zählt die Umsetzung bzw. die Hilfestellung bei der Umsetzung von Projekten. Viele Projekte entstehen im Austausch mit seinen Teams aus unterschiedlichen Bereichen. Ein Ansatz von Morgenbesser ist es, die Leitbetriebe und Produkte der gesamten Region zusammenzubringen und ein großes touristisches Ganzes daraus zu machen. Oberstes Ziel sollte es sein, Touristen ein abwechslungsreiches Programm bei uns zu bieten. Gerade die Wetterunabhängigkeit sei hier entscheidend und da müsse man touristisch über die Landesgrenzen hinausdenken und zum Beispiel die Thermen mit vermarkten, da es im Wechselland kein Indoor-Angebot gebe und umgekehrt. 

Aktuell wird die Idee, Bettenbetriebe in St. Corona am Wechsel zu initiieren, geprüft und zusammen mit einem Team aus Wirtschaftstreibenden wird auch diskutiert, wie der nächste Schritt nach dem Anstieg von Homeoffice durch die Corona-Pandemie aussehen könnte. Morgenbesser sieht hier zum Beispiel ein innovatives Gebäude, in dem Mitarbeiter unterschiedlicher Branchen arbeiten, was den direkten, branchenübergreifenden Austausch in einem modernen Umfeld ermögliche. Das biete einen wichtigen Mehrwert gegenüber reinem Homeoffice.

Tourismus und Wirtschaft

Basis für solche Wirtschafts-Projekte sei eine gut ausgebaute Infrastruktur. Dabei spiele die Anbindung an das Glasfasernetz eine wichtige Rolle, denn unter anderem müssten sich Digitalbetriebe nicht notgedrungen in Wien ansiedeln. Es gebe viele geschickte Software- und Web-Entwickler in der Region: „Wenn man ihnen Perspektiven bietet und ein lässiges Umfeld, dann bleiben sie auch da oder kommen nach einigen Jahren des Erfahrungsammelns wieder zurück. Darauf muss man sich als Region aber auch einstellen“, so Morgenbesser. Daher ist es ihm wichtig, touristische Entwicklungen in Kombination mit wirtschaftlichen Entwicklungen zu denken. Touristische Betriebe profitierten zwar direkt von einer touristischen Infrastruktur, aber indirekt profitiere die gesamte Region, weil gute Leute in der Nähe dieser Infrastruktur wohnen und arbeiten wollen. 

Die Vision von Morgenbesser sieht daher wie folgt aus: „Es sollen hier lässige Betriebe aus den unterschiedlichsten Branchen ansässig sein, die international vernetzt sind und in denen vielleicht auch englisch gesprochen wird. Jeder soll Perspektiven haben und sich auf seinem Level austauschen können. Und alle sollen die Möglichkeit haben, in die Welt hhinauszugehen, aber sie sollen auch immer wieder gerne zurückkommen, weil sie wissen, dass es hier am geilsten ist“. ❏                Stefanie Schadler


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