Kleine Helferlein in der kalten Jahreszeit …

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Serie: Neues Leben

Nichts ist lästiger, als wenn die Nase rinnt, der Körper von Husten gebeutelt wird oder man sich allgemein schlapp fühlt – bei Kindern noch viel mehr. Dabei können bereits einfache Hausmittel erste Symptome lindern.

Zwiebel gegen Husten

Die kalte Jahreszeit, die gemeinsame Zeit im Kindergarten und in der Schule oder schlicht ein geschwächtes Immunsystem. Was auch immer der Auslöser ist – leichte Erkältungen wie Husten und Schnupfen können lästig sein und machen matt. Deshalb ist es nur gut, wenn man die Erkältung schnell wieder loswird. Oft können beginnende oder leichte Symptome mit einfachen und bewährten Hausmitteln und Aromen dabei aufgehalten werden, sich auszubreiten. Zudem hat man die Bestandteile, die man dazu braucht, meist zu Hause und kann sie jederzeit anwenden.

Ein solches Hausmittel ist etwa die Zwiebel. Sie wirkt stark schleimlösend, entzündungshemmend, keimtötend und immunstärkend und ist deshalb ein ideales Hausmittel gegen Erkältungen und Husten. 

Ihre Wirkung entfaltet die Zwiebel etwa in einem selbst gemachten Hustensaft. Dazu eine Zwiebel sehr fein hacken und mit zwei Esslöffel Honig in einem verschließbaren Behälter vermischen. Drei Stunden bzw. über Nacht stehen lassen. Danach durch ein feines Sieb abseihen und drücken und in ein verschließbares Glas oder Fläschchen füllen. Ein Teelöffel von diesem Saft kann mehrmals täglich über drei bis sieben Tage verabreicht werden. Die Mischung mit Honig hat den zusätzlichen Vorteil, dass dieser ebenfalls eine antibakterielle Wirkung hat. Da Säuglingen kein Honig verabreicht werden darf, kann dieses Rezept mit Zucker anstelle von Honig bereits ab dem Alter von zehn Monaten verwendet werden. Der Hustensaft ist im Kühlschrank ca. drei Tage haltbar.

Bei einer beginnenden Erkältung oder Mattheit können Zwiebeln zudem dabei helfen, sich bereits über Nacht wieder fitter zu fühlen: Dazu gibt man eine gehackte Zwiebel in einen Behälter und stellt ihn ca. einen Meter vom Kind entfernt ab. Außerdem wird dadurch der Hustenreiz gemildert, was für einen ruhigeren, erholsamen Schlaf sorgt.

Starke Kräuter

Auch Kräuter finden in Hausmitteln Verwendung, darunter zum Beispiel Thymian, der unter anderem im Brust-Husten-Wickel zum Einsatz kommt: Ein gestrichener Esslöffel Thymian (getrocknet oder frisch) wird mit einem Liter kochendem Wasser aufgegossen und für einige Minuten stehen gelassen. Danach wird ein Tuch in den Topf gegeben, das im Anschluss gut ausgewrungen und an der Luft auf eine angenehme Temperatur abgekühlt wird. Das Tuch kommt direkt auf die nackte Kinderbrust und wird zusätzlich mit einer warmen Wolldecke abgedeckt. Aber Vorsicht: Es besteht Verbrühungsgefahr, daher immer vorher testen, ob die Temperatur für das Kind angenehm ist. Anschließend wird das Kind mit mehreren Schichten zugedeckt.

Ab zwei Jahren kann Kindern auch Salbeitee gegen Halsschmerzen gegeben werden. Davon ein bis maximal zwei Tassen Tee auf den Tag verteilt trinken. Für die Zubereitung werden eineinhalb bis zwei Esslöffel Salbeiblätter mit heißem Wasser übergossen. Der Tee sollte etwa zehn Minuten ziehen, bevor er getrunken wird. Da Salbei direkt im Hals- und Rachenbereich eingesetzt werden sollte, kann abgekühlter Tee auch als Gurgellösung genutzt werden. Dazu ca. 30 Sekunden bis eine Minute gut im Mund verteilen und dann ausspucken.

Wenn das Kind nur schwer in den Schlaf findet, können Kräuter wie Hopfenzapfen, Lavendelblüten und Melisse unterstützend wirken. Dazu die genannten Kräuter beliebig mischen und in einem Stoffbeutel verschließen. Als Abendritual zur Gute-Nacht-Geschichte kann das Säckchen vom Kind gehalten und gedrückt werden: Durch die Wärme treten mehr ätherische Öle aus und der Duft kann sich entfalten.

Ätherische Öle mit Wirkung

Eine-gute-Laune-Frucht ist mit ihrem frischen Duft die Zitrone, die sich nicht nur auf die Stimmung positiv auswirkt und die Konzentration fördert, sondern auch bei Erkältungen eingesetzt werden kann, da sie stark antibakteriell, antiviral und fiebersenkend wirkt. Gerne wird daher ein Zitronenöl-Bad gegen Fieber verwendet. Dabei reicht bei Kindern ab zwei Jahren ein Tropfen Zitronenöl im Fußbad aus, vermischt mit Salz sowie Mandelöl oder Milch als Emulgator. Im 36 bis 40 Grad warmen Wasser ca. fünfzehn bis zwanzig Minuten entspannen. Bei Schulkindern können drei bis fünf Tropfen des ätherischen Öls untergemischt werden. Bei Fieber sollte die Wassertemperatur ein Grad Celsius unter Körpertemperatur haben.

Generell sollte man jedoch bei der Verwendung von ätherischen Ölen gerade bei Kindern vorsichtig sein. Neben Haut- und Schleimhautreizungen, Erbrechen und Störungen im Bewegungsablauf kann es im schlimmsten Fall zu Atemstillstand durch die Verkrampfung des Kehlkopfes kommen. Dafür reichen wenige Tropfen des unverdünnten ätherischen Öls in Nase oder Mund aus. Bei Kindern unter zwei Jahren sollte daher generell auf ätherische Öle verzichtet werden. Die Aufbewahrung von ätherischen Ölen sollte ebenfalls kindersicher sein. Wer sich bei der Anwendung von ätherischen Ölen unsicher ist, sollte sich vorab vom Arzt oder in der Apotheke beraten lassen. ❏ 

Stefanie Schadler

Foto: Verschiedene Aromen verbreiten ihre Wirkung nicht nur über die Luft, sondern können auch in einem Fußbad oder Wickel Erkältungen positiv beeinflussen. © Freepik.com

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