Laufen – vermutlich die erste Sportart der Menschheit

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Die ersten historisch belegten Laufsportveranstaltungen gab es im antiken Griechenland. Langstreckenläufe waren jedoch bis zum Mittelalter nur Botenläufe. Im 19. Jahrhundert wurden in England und den USA Ultralangstreckenläufe durchgeführt. In Sechstagerennen wurden Strecken von über 1000 km von Männern und 600 km von Frauen gelaufen. Seither haben sich viele Laufsportarten mit unterschiedlichsten Distanzen entwickelt.

Gemeinsames Laufen
Viele Freizeitläufer schließen sich in Laufgruppen zusammen und nützen die positiven gesundheitlichen Effekte des Lauftrainings, wie: Gewichtskontrolle, Stärkung des Herz-Kreislaufsystems, Kräftigung des Bewegungsapparates, psychische Ausgeglichenheit, dynamische Belastung der Rückenmuskulatur, Dehnung des Brustkorbs und Stärkung des Immunsystems.
Das Wechselland bietet sich optimal für den Berglauf an. Bei diesen Laufwettbewerben ist typischerweise ein Berg oder eine markante Höhe das Ziel des Laufs oder wird vor dem Ziel als Zwischenstation erreicht. Die Strecke verläuft oft auf Wegen und Bergpfaden, mitunter auch auf der Straße. Zwei sehr unterschiedliche Laufbewerbe im Wechselland stellen wir Ihnen hier vor.

Orientierungslauf
Beim Orientierungslauf, unter Insidern nur OL genannt, werden mit Hilfe von Karte und Kompass Kontrollpunkte im Gelände, in vorgegebener Reihenfolge angelaufen. Die genauen Standorte dieser Punkte, Posten genannt, sind auf der Karte eingetragen und müssen in kürzest möglicher Zeit angelaufen werden. Die Posten sind rot-weiße Schirme an denen eine mechanische oder elektronische Markierungsvorrichtung befestigt ist.

Die Faszination dieser Sportart
Selbständiges Planen und Finden der schnellsten Route zwischen den Posten, das Erfolgserlebnis beim Anlaufen eines Postens, und das Erleben der Natur machen den OL aus. Kein Lauf gleicht dem anderen und jeder ist eine neue Herausforderung an Geist und Körper. Der Reiz an einem OL ist, die Idealroute zu finden und sie dann auch exakt zu laufen. Selbst Spitzenorientierungsläufer schaffen kaum einen fehlerfreien Lauf. Ein guter Läufer, der orientierungstechnische Fehler macht, hat gegen einen konditionell schwächeren Läufer, der sich geschickt orientiert, keine Chance.
Erst eine gute Kombination aus beiden Komponenten führt zum Erfolg. Diese Laufsportart entwickelte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Skandinavien, wo sie inzwischen Volkssport ist. Seit 1979 bieten niederösterreichische und auch steirische Orientierungslaufvereine die Möglichkeit
diese Sportart zu erlernen und zu betreiben, zu Fuß, auf dem Rad oder mit Ski. Noch ist es ein Insidersport, der mit jedem Alter betrieben werden kann. Der älteste Teilnehmer bei der Senioren WM war stattliche 96 Jahre alt.

Aufwändige Organisation
Besonders schwierig ist die Vorbereitung eines OL, da dafür extra Karten gezeichnet werden, die wesentlich exakter als normale Wanderkarten sein müssen. Höhenlinien mit Distanzen von 2,5 bzw. 5 m werden eingezeichnet und kleinste Details wie Futterkrippen, Hochstände oder Dickichte.  Wanderkarten begnügen sich mit Höhenlinien mit Distanzen von 20 m.

OL im Wechselland
Der gebürtige Aspanger Gottfried Tobler, der 2006 die Senioren OL WM organisert hat, organisiert mit seiner Frau Barbara seit 20 Jahren OL Bewerbe im Wechselland, auch über Schulen. Bei der letzten österreichischen Schulmeisterschaft erreichte die Edlitzer Schule den hervorragenden 2. Platz.

„Abenteuer im Wald“
Unter diesem Titel gibt es heuer wieder vom 20. bis 23. August die OL Familienwoche in St.Corona. Seit inzwischen 20 Jahren gibt es verschiedenste Aufgaben für Eltern und Kindern im Wald, die teilweise von Förstern der BH Neunkirchen und heuer von OL Elite-Läufer Christian Wartbichler betreut werden. Abgeschlossen wird der, mit 50 Anmeldungen heuer schon ausgebuchte Bewerb, mit einer Nacht-Waldwanderung.
Die zweite Veranstaltung findet vom 28. bis 31. August in Raach im Hochgeb. statt, OL Vorkenntnissen werden vorausgesetzt. Teilnehmen können Läufer ab 10 Jahren. Die jungen Läufer werden vom OL-Eliteläufer Jakob Pauser betreut. Für diese Veranstaltung sind Anmeldungen noch möglich.

Wechsellandlauf am 14. Juli
Diese neue Laufveranstaltung ist eine Zusammenlegung des seit 32 Jahren bestehenden,  traditionellen Aspanger Ortslaufs und dem erstmalig 2017 durchgeführten Wechselland Berglaufs. Er besitzt Gültigkeit für die Wertungen der Lauftour (www.lauftour.at) und der Buckltour (www.buckltour.at).

Fünf Bewerbe
Die Wechselland-Runde ist der Hauptlauf mit 10,6 km/375 Hm. Am Fun Run mit 4,84 km/160 Hm können auch Nordic Walker teilnehmen. Für Schüler U14/16, Kinder U10/12, Knirpse U8 und auch Zwergerl U6 gibt es Strecken von 210 m bis 1,8 km.
Für alle die Spaß haben wollen, gibt es den Team Fun Event, einen 3er Staffellauf. Abgeschlossen wird die Veranstaltung mit dem Dämmerhoppen am Aspanger Teich.

Infos / Anmeldung: www.buckltour.at oder auf Facebook „Union Laufsport Aspang“.

Text: Bettina Schopfhauser

©Fotos: Gottfried Tobler, Walter Pichlbauer, Petr Kadeávek

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