Mit dem Rad um die Welt

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Aus dem Alltag ausbrechen, sich ins Abenteuer stürzen und dabei Gutes tun.

Täglich auf dem Fahrrad sitzen und Tagesetappen von bis zu 145 km hinter sich bringen. Geplatzte Reifen am Straßenrand reparieren oder bei strömendem Regen im Zelt übernachten. Für die nötigen Flüge die Räder auseinander bauen und sie bei der Ankunft wieder zusammen schrauben, nur um sich danach erneut auf den Sattel zu schwingen: Es braucht wohl viel Leidenschaft und Ausdauer, eine Reise in dieser Form anzutreten. Stefan aus Friedberg/Steiermark und Alexandra aus Kaumberg/Niederosterreich verbanden ihre beiden Hobbys Reisen und Fahrrad fahren miteinander und nahmen sich genau das vor: Radelnd die Welt entdecken.

Nicht zu viel nachdenken
Von Mai 2015 bis April 2016 waren die beiden unterwegs und legten dabei unglaubliche 13.000 Kilometer auf dem Fahrrad zurück. Für die Auszeit gaben sie Wohnung und Arbeit auf – mit Thailand als vorläufigem Ziel. „Man sollte sich bei so einer Reise nicht zu viele Sorgen machen, was alles passieren kann, sonst kommt man nie von daheim weg. Die meisten Unfälle passieren übrigens daheim“, erklären Alexandra und Stefan ihre Einstellung. Sie radelten schließlich von Österreich unter anderem über die Slowakei, Polen, Ukraine, Weißrussland, Russland, Kasachstan, Kirgistan, China, Laos, Thailand bis nach Neuseeland und Australien. „Man bewegt sich mit einem angenehmen Tempo vorwärts und kommt viel mit Einheimischen in Kontakt“, so Stefan. Besonders die Gastfreundlichkeit bleibt dabei in Erinnerung: „Je ärmer die Leute waren, desto freundlicher waren sie und teilten mit Fremden, auch wenn sie selbst nicht viel hatten“. Teilweise hielten sogar Autofahrer an, um ihnen Essen, Trinken oder Geld zu schenken.

Kampf gegen die Natur
Mit dem Fahrrad unterwegs zu sein bedeutet auch, dem Wetter ausgesetzt zu sein. Da wäre der Gegenwind, während dem man kräftig in die Pedale tritt und trotzdem nicht vom Fleck zu kommen scheint. Auch Regenwetter kann frustrieren: „Den ganzen Tag im Regen Rad zu fahren und danach ein Zelt aufzubauen drückt schon etwas auf die Stimmung“. Wenn dann noch zusätzlich mehrere Höhenmeter zu überwinden sind, schreien die Beine regelrecht nach einer Auszeit.
Wochentage oder gar das Datum wurden zur Nebensache – lediglich die groben Termine für die Flüge behielten sie im Hinterkopf. Ein komplett anderer Lebensstil, den Alexandra und Stefan durchaus genossen haben. Dennoch freuen sie sich auf einen geregelten Alltag. Zu Hause angekommen steht nun erst einmal die Arbeits- und Wohnungssuche auf dem Programm. Eine Diashow ist geplant und eventuell ein Buch mit all den Abenteuern während ihrer Reise. Ein amüsantes Reisetagebuch mit spannenden Einblicken und zahlreichen Fotos gibt es bereits jetzt: www.radschlag.at

Text: Stefanie Schadler

Spendenaufruf
Mit dieser Reise unterstützen die beiden den Verein „Pfau“ (Promise Foundation Austria) mit Sitz in Friedberg, ein Verein zur Förderung von Schulkindern in Simbabwe. Das aktuelle Projekt ist der Aufbau einer Schulküche für die Kariyangwe Primary School, um den 800 Schulkindern eine tägliche Mahlzeit zu ermöglichen. Stefan hat sich 2014 selbst ein Bild von der Situation vor Ort gemacht und erkannt, wie dringend die dortigen Menschen Unterstützung benötigen. Die Summe der gefahrenen Kilometer würden die beiden gerne als Spende einnehmen und dem Verein übergeben. Bis dahin fehlen allerdings noch ein paar Euro und Alexandra und Stefan freuen sich über jede weitere Spende, egal wie hoch. Spendenkonto Radschlag, IBAN: AT45481040324700711, Infos: www.pfau-verein.org

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Die traumhafte Landschaft der durchreisten Länder lässt so manche Anstrengung vergessen.

 

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