Mit eigenem Webshop durchstarten

in Wirtschaft

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, einen Webshop aufzubauen. Dabei ist es gerade am Anfang wichtig, seine Anforderungen zu kennen, um so das richtige System auszuwählen.

Bausteine als guter Start

Wer sich zum Aufbau eines Webshops entschließt, kann aus unterschiedlichen Systemen wählen wie Baukasten, Open Source oder einer aufwendigeren Individualprogrammierung.

Baukastensysteme sind dabei die günstigste Lösung, mit denen der Webshop mit einer entsprechenden technischen Vorerfahrung in nur wenigen Tagen realisiert werden kann. Ob ein Baukastensystem die richtige Wahl ist, hängt stark davon ab, wofür das Geschäftsmodell ausgelegt ist: Gibt es bereits ein Ladengeschäft oder wird nur online verkauft? Welche Anforderungen gibt es an den Webshop und sollen externe Systeme eingebunden werden? In diesem Fall oder für den Fall, dass man international tätig sein möchte, wäre ein Baukastensystem kritisch zu betrachten. Will man hingegen schnell einen Webshop hochziehen und damit einfache Produkte verkaufen, wäre es hingegen unter Umständen die richtige Wahl. Man sollte allerdings auch die zeitliche Komponente im Hinterkopf behalten, da man sich in erster Linie um das Business kümmern sollte und nicht um die Erweiterung des Webshops. Und: Wächst das Unternehmen, stößt man mit einem Baukastensystem irgendwann an seine Grenzen.

Mit einem Baukastensystem lassen sich außerdem erste Erfahrungen sammeln. Will man in ein anderes System wechseln, hat man genügend Hintergrundinformationen gesammelt, um mit einem genauen Anforderungspapier jenes System zu kaufen, das den Bedürfnissen der Produkte und der Kunden entspricht. 

Erweiterungen bei Wachstum

Wenn man professionell losstarten möchte und weiß, was man will, sind andere Systeme geeigneter. Die gängigen Shopsysteme am Markt bedienen verschiedene Unternehmensgrößen und können unterschiedliche Anforderungen umsetzen, wenn man etwa in mehrere Länder versendet, wenn der Shop in unterschiedlichen Sprachen funktionieren soll, man einen Business-to-Business-Verkauf betreibt etc. 

Die Anbindung an externe Systeme wie ein Kundenbeziehungsmanagement-, Produktdatenmanagement- oder ein Warenwirtschaftssystem sind gängige Anforderungen für wachsende Unternehmen, wobei diese nicht bei allen bereits zu Beginn bestehen. Daher sollte bei der Auswahl des Shopsystems darauf geachtet werden, dass solche externen Systeme eingebunden werden können, bzw. sollte man beim Kauf von Systemen darauf achten, dass diese mit einem gängigen Webshopsystem kompatibel sind. 

Je größer der Webhop, desto aufwendiger werden die Schnittstellen. Das ist dann meist der kritische Erfolgsfaktor, diesen Bedürfnissen gerecht zu werden. Meist ist dann externe Hilfe vonnöten.

Erfolgsfaktoren für den Webshop

Einen Webshop zu eröffnen, ist wie eine normale Shoperöffnung: Man muss ihn bewerben, um zu wachsen. Nur den Onlineshop freizuschalten, bringt noch keinen Traffic. Daher sollte Online-Marketing wie Suchmaschinen-Optimierung und Social-Media-Marketing betrieben werden. Man spricht hier sogar davon, dass dieselbe Summe, die für die Erstellung des Webshops ausgegeben wurde, auch für das Online-Marketing einkalkuliert werden sollte.

Der Kunde sollte sich im Webshop wohlfühlen, was bedeutet, dass die Produkte gut dargestellt und beschrieben werden sollten. Außerdem sollten Produkte nicht nur verkauft, sondern gelebt werden. Authentizität ist hier wichtig. Hierzu eignet es sich gut, Geschichten zu erzählen und Emotionen zu erzeugen, um aufzuzeigen, weshalb man etwas braucht. Durch eine über das Wording erzeugte Sympathie können eventuelle Mängel im Webshop aufgewogen werden. Auch auf die Rechtschreibung sollte großer Wert gelegt werden. 

Auch das Kauferlebnis über ein mobiles Gerät wie ein Smartphone ist wichtig, da viele abends auf der Couch das Web durchstöbern. Wurde ein Produkt in den Warenkorb gelegt und wird als Zahlung nur die Kreditkarte angeboten, würden viele den Vorgang abbrechen, weil sie nicht allein wegen ihrer Kreditkarte von der Couch aufstehen würden. Mehrere Zahlungsmethoden würden den Kaufabschluss unterstützen. 

Zum Kauferlebnis zählen auch eine durchdachte Kategorisierung und Optimierung der Suchfunktion. Gerade wenn viele unterschiedliche Produkte angeboten werden, sollten diese einfach und logisch zu finden sein. Hier ist meist ein zusätzliches Modul notwendig. ❏ 

Stefanie Schadler

Quelle: „Click & Sell“, Magazin für Online- und Versandhandel der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Foto: Foto©  freepic

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