Monika Eisenhuber Frauenpower in Niederösterreichs Wirtschaft

in Wirtschaft

Monika Eisenhuber, Geschäftsführerin der Elektrizitätswerke Eisenhuber in Kirchberg, übt zahlreiche Funktionen in der niederösterreichischen Wirtschaft aus – neu ihre Wahl zur Obfrau der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Neunkirchen. Sie berichtet über ihre Position als Frau in einer männerdominierten Branche.

Richtung vorgeben und Vertrauen schaffen

Der Familienbetrieb Elektrizitätswerke Eisenhuber in Kirchberg am Wechsel existiert bereits seit 150 Jahren und mit Monika Eisenhuber hat vor 15 Jahren erstmals eine Frau die Geschäftsleitung übernommen. Die Firmengeschäfte haben sie schon in jungen Jahren interessiert, sodass sie sich bereits früh in der Firma engagiert und mitgearbeitet hat. Nach der Matura der Handels-akademie ist sie direkt in den Familienbetrieb eingestiegen.

Zu ihren Aufgaben zählen die gesamte Planung und Organisation der Firma. Als Frau in dieser männerdominierten Branche waren die Anfänge „ziemlich hart“. So erinnert sich Eisenhuber noch gut an die Teilnahme am jährlich stattfindenden Kleinkraftwerkebetreiber-Treffen: Damals waren dort ausschließlich Männer und als sie in Begleitung mit ihrem Vater daran teilnahm, dachten alle automatisch, sie sei seine Sekretärin.

Eisenhuber war es von Anfang an wichtig, Teil des Teams zu sein und das auch zu leben: Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern startet sie mit einer Arbeitsbesprechung in den Tag. Sie ist zudem nicht nur im Büro zu finden, sondern auch auf den Baustellen unterwegs. Sie schätzt ihre Mitarbeiter sehr und diese wissen, dass sie auch gerne mit privaten Anliegen zu ihr kommen können. Im Unternehmen gebe sie als alleinige Geschäftsführerin die Richtung vor und könne sich darauf verlassen, dass ihre 24 Mitarbeiter ihren Job machen und ihr Fachwissen einbringen. „Nur so funktioniert es, gemeinsam schaffen wir das“, so Eisenhuber und verweist auf die 150-jährige Firmengeschichte. Seit drei Jahren ist sie zudem das erste weibliche Mitglied im Vorstand der Vereinigung österreichischer E-Werke.

Mehr Frauen in Führungspositionen

Eisenhuber ist als Geschäftsführerin, Bezirksvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“ und als im September neu gewählte Obfrau der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Neunkirchen überzeugt davon, dass es wichtig ist, mehr Frauen in Führungspositionen zu haben. Viele Frauen wünschen sich mehr Frauen in Führungspositionen, trauen es sich selbst aber nicht zu. „Frauen neigen dazu, zu breit zu denken. Wir überlegen: Schaffen wir das mit der Familie, dem Beruf und unseren eigenen Bedürfnissen? Das lässt uns wanken. Bevor der Mann, die Kinder oder der Job auf der Strecke bleiben, lassen wir es lieber“, so Eisenhuber. Auch sie habe, als man ihr die Position der geschäftsführenden Gemeinderätin erstmals anbot, abgelehnt, weil sie es sich damals, als ihre Kinder noch jung waren, nicht zugetraut hat. Später hat es hingegen sehr wohl gepasst. Man dürfe auch zugeben, dass es einem manchmal zu viel ist, und ehrlich damit umgehen. Auch deshalb, damit man anderen Frauen kein falsches Bild vermittelt.

Im Grunde mache für sie ein gemischtes Team den Erfolg eines Unternehmens aus, da die typisch männlichen und typisch weiblichen Eigenheiten gemeinsam ein breiteres Spektrum ergeben. 

Frauenthemen sind ihr als neue Obfrau der WK Neunkirchen auch weiterhin ein Anliegen. Ihr geht es dabei weniger darum, dass Frauen mehr Rechte haben sollen als Männer, sondern da-rum, gleichgestellt zu sein. 

Eisenhuber hat selbst eine Vorbildwirkung und lebt vor, dass es als Frau schaffbar ist. Zudem werde sie einer Frau, wenn sie für eine Position gut geeignet ist, innerhalb der Wirtschaftskammer helfen, Fuß zu fassen, damit sie es nicht unnötig schwer hat.

Als Ausgleich zu ihrer Arbeit verbringt Eisenhuber ihre Zeit gerne in der Natur und unternimmt Aktivitäten mit ihren drei Töchtern, wandert, besucht Musicals oder genießt einen entspannten Fernsehabend mit Popcorn. ❏    

Stefanie Schadler

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