Naturhaus Wechselland als Prototyp

in Wirtschaft

Im Wohnbau ist die regionale Wertschöpfung ein wichtiges Thema, die in
Verbindung mit Nachhaltigkeit ein großes Potential in sich birgt.
Ein beispielhaftes
Haus entsteht derzeit in Pinggau.

Die Firma „Sonneninstallateur Willi Höfler“ in Pinggau errichtet ein neues Firmengebäude,
das als Prototyp für Natur-Strohhäuser vorzeigt, wie weit Nachhaltigkeit im Bau gehen kann.
Wichtig bei der Umsetzung ist die Regionalität.
Die Hauptbestandteile Stroh, Holz und Lehm sind im Wechselland ausreichend vorhanden.
Stroh ist dabei ein genialer Baustoff, so Höfler, weil er schnellwachsend und ökologisch ist und
sogar schwerer brennt als Holz. Zusätzlich werden Strahlen, beispielsweise vom kabellosen
Internet des Nachbarn, abgehalten. Die qualitativ hochwertigen Strohballen werden außerdem
mit effektiven Mikroorganismen besprüht, was Fäulnis erst gar nicht entstehen lässt.
Höfler möchte künftige Strohhausbesitzer in den Bauprozess mit einbinden, indem sie in
irgendeiner, ihnen möglichen Form mithelfen. Nur so können sie ihre Energie einbringen, lernen
den Bauprozess kennen und bauen eine Verbindung mit ihrem zukünftigen Heim auf, was von
Höfler begrüßt wird und sogar erwünscht ist.
Durch den lehmreichen Boden des Wechsellandes ist es Auftraggebern auch möglich, diesen
Rohstoff aus ihrem Baugrund selbst herzustellen.
Für Höfler und Projektpartner Josef Prenner und DI Jürgen Ungerböck ist der Bau sehr
lehrreich, da das Firmengebäude zugleich auch als Forschungsobjekt dient.
So wurde zur Behaglichkeitsoptimierung eine Bodenheizung mit Betonkernaktivierung installiert
als auch eine Wandheizung, um zu sehen, wie unterschiedlich sich diese Heizungsarten auf das
Raumklima auswirken. Man experimentiert beim Trockenbau mit Strohbauplatten und gepresste
Strohplatten will man für diverse Möbel verwenden. Ausgestattet mit einer Thermischen
Solaranlage und einer Photovoltaik-Anlage mit einem Stromspeicher und intelligenter
Stromverteilung soll die gesamte benötigte Energie das ganze Jahr über selbst erzeugt werden.
Höfler will dadurch das Potential von Sonnenenergie aufzeigen, wie es im Westen Österreichs
bereits erprobt und als selbstverständlich genutzt wird.

Text: Stefanie Simon

Natur pr, sei es beim Strohballen verarbeiten oder beim Aufstellen der Wände

Natur pur, sei es beim Strohballen verarbeiten oder beim Aufstellen der Wände

Letzte Beiträge

Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Wenn Sie fortfahren, nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies auf der Webseite einverstanden sind. Zur Datenschutzerklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close