Neues Leben – Sicherheit von Anfang an

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Serie: Der Mutter-Kind-Pass begleitet Mutter und Kind von Anfang an bis zum vierten Lebensjahr des Kindes. Damit sollen gesundheitliche Probleme so früh wie möglich entdeckt und behandelt werden.

Früherkennung und 

Förderung

Der Mutter-Kind-Pass wurde in Österreich 1974 eingeführt und hatte zum Ziel, die Säuglings- und Muttersterblichkeit zu senken, was auch erfolgreich gelungen ist. Heute steht die Früherkennung von Gesundheitsrisiken und Entwicklungsstörungen im Vordergrund. Auch können Defizite beim Kind rechtzeitig erkannt und Förderungsmaßnahmen ergriffen werden.

Die Mutter erhält den Mutter-Kind-Pass etwa in der achten Schwangerschaftswoche, sobald der kindliche Herzschlag festgestellt wird. Es wird im Laufe der Schwangerschaft unter anderem die Lage des Kindes angesehen und ob eine normale Geburt möglich oder ein Kaiserschnitt notwendig ist. Es werden alle wichtigen Daten von der Schwangerschaft über die Geburt bis hin zum vierten Lebensjahr des Kindes eingetragen. Die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt sind wichtig, da körperliche Anzeichen auf ein Gesundheitsrisiko hindeuten können. Dadurch können Probleme rechtzeitig erkannt, beobachtet und behandelt werden. 

Fünf Untersuchungen

Während der Schwangerschaft werden fünf Untersuchungen beim Frauenarzt durchgeführt, teilweise mit Ultraschall. Es macht daher durchaus Sinn, sich einen Gynäkologen in der Nähe des Wohnortes zu suchen, um lange Autofahrten zu vermeiden. Zwei bis drei Blutuntersuchungen sowie ein Zuckerbelastungstest sind ebenfalls vorgesehen. Zudem wird über die Möglichkeit der Pränatal-Diagnostik aufgeklärt, die ca. in der zwölften und 22. SSW in speziellen Kliniken durchgeführt wird. 

Die Untersuchungen sind kostenlos. Die Gynäkologin stempelt nach jedem Besuch den Mutter-Kind-Pass ab und auch nach der Geburt sind für den vollen Bezug des Kinderbetreuungsgeldes gewisse Besuche mit dem Kind beim Kinderarzt Voraussetzung.

Während der Schwangerschaft kommt die Frau daher mit den MUKI-Pass-Untersuchungen, der Pränatal-Diagnostik und der Betreuung im Krankenhaus auf bis zu zwölf Untersuchungen.

Hebammenberatung

Zwischen der 18. und 22. SSW kann auch eine kostenlose Hebammenberatung in Anspruch genommen werden. Diese ist freiwillig und hat keinen Einfluss auf das Kinderbetreuungsgeld. Das Gespräch ist ein zusätzliches Angebot zu den ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen und hat einen beratenden Charakter. Hier werden Themen wie die Wahl des Geburtsortes sowie Ernährung und Bewegung in der Schwangerschaft angesprochen. Auch werden Informationen zu geburtsvorbereitenden Maßnahmen gegeben und Ansprechpartner genannt, sollte eine belastende Situation auftreten. 

Ab der 35. SSW wird die Frau dann im Krankenhaus ihrer Wahl weiterbetreut. Sollten keine Auffälligkeiten bestehen, ist ein wöchentlicher Besuch vorgesehen. 

Nach der Geburt ist eine gynäkologische Kontrolle nach sechs bis acht Wochen geplant, wenn der Wochenfluss aufgehört hat. Dabei werden die Geburtswege, die Größe der Gebärmutter und die Brüste untersucht und ein Krebsabstrich abgenommen. Auch wird die weitere Verhütung besprochen. ❏ 
Stefanie Schadler

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