Neues Leben: Unterstützung während der Schwangerschaft und danach

in Leserservice

Rund um die Schwangerschaft und Geburt steht eine medizinisch ausgebildete Hebamme der Schwangeren zur Seite. Eine Doula kann zusätzlich emotional unterstützen und begleiten. 

Hebamme: medizinisch-ausgebildete Sicherheit

An den Weg zur Hebamme ist ein dreijähriges Bachelorstudium gekoppelt, das aktuell in sieben Fachhochschulen in Österreich abgeschlossen werden kann. Hebammen müssen sich außerdem regelmäßig weiterbilden, um am aktuellen Stand zu sein. Die theoretischen und praktischen Schwerpunkte der Ausbildung liegen in der Schwangerschaft, der Geburt, im Wochenbett und im ersten Lebensjahr des Kindes.

Die Aufgabe einer Hebamme ist es, die Frau in allen Phasen der Schwangerschaft sowie bei Kinderwunsch und nach der Geburt zu betreuen und zu beraten. Die Hebamme unterstützt die Frau auch beim Stillen und bei der richtigen Ernährung des Säuglings. Innerhalb der 18. bis 22. Schwangerschaftswoche kann im Rahmen des Mutter-Kind-Passes auch eine einstündige Hebammenberatung in Anspruch genommen werden. Im österreichischen Gesetz ist zudem verankert, dass jede Schwangere zur Geburt und zur Versorgung des Kindes eine Hebamme beizuziehen hat. Die Betreuung nach der Geburt wird individuell vereinbart. 

Hebammen arbeiten entweder in einem Dienstverhältnis oder freiberuflich und bieten außerdem Kurse zur Geburtsvorbereitung an, machen Hausbesuche in der Schwangerschaft und im Wochenbett. Außerdem geben sie Informationen weiter, zum Beispiel über Kurse zur Stärkung des Beckenbodens, Rückbildungsgymnastik usw.

Neben allgemeinen Informationen kann unter www.hebammen.at auch nach Hebammen in der Umgebung gesucht werden.

Doula: emotionale und physische Stütze

Eine Doula ist das nicht medizinische Pendant zur Hebamme. Mag. (FH) Nicoletta-Maria Wolfsbauer aus Zöbern ist Doula und informiert über ihre Aufgaben. Sie spricht von einer Doula auch als Freundin auf Zeit, da sie die Schwangere und Gebärende eine Zeit lang begleitet. Sie unterstützt und hilft dabei, sich sicher zu fühlen und auf die Weisheit des eigenen Körpers zu hören. Eine Doula holt für die Schwangere, wenn gewünscht, auch Informationen über ihre Möglichkeiten ein und klärt auf, etwa über Krankenhäuser, Hausgeburten oder Geburtshäuser, die von Hebammen geleitet werden und kein medizinisches Personal führen. Auch bei Literatur und Geburtsfilmen können Doulas aushelfen.

Im Gegensatz zur Hebamme gibt es bei einer Doula keine spezifische Ausbildung, jeder kann sich als Doula bezeichnen. Wolfsbauer weist darauf hin, dass man auf jeden Fall darauf achten sollte, welche Ausbildung eine Doula gemacht hat. So gibt es unterschiedliche Bereiche, auf die sich eine Doula spezialisieren kann: manche auf die Schwangerschaft, andere auf die Geburt oder das Wochenbett. Auch sind die mentale Fortbildung und Persönlichkeitsentwicklung der Doula relevante Punkte, da eine professionelle Herangehensweise wichtig ist: Persönliche, eventuell sogar traumatische Erfahrungen bei der eigenen Geburt müssen außen vor gelassen werden, um die Gebärende bestmöglich begleiten zu können. Wolfsbauer selbst habe zum Beispiel Ausbildungen zur Still-Beraterin und zur Geburtsvorbereitung mit Hypnose abgeschlossen.

Eine Doula-Begleitung ist prinzipiell eine bezahlte Leistung. Der Verein „Doulas in Austria“ bietet ein österreichisches Doula-Training an. Auf der Website www.doula.at sind alle Doulas aufgelistet, die dieses Training absolviert haben und Mitglieder des Vereins sind. ❏  Stefanie Schadler

Foto© egor105 auf Pixabay


Letzte Beiträge

Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Wenn Sie fortfahren, nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies auf der Webseite einverstanden sind. Zur Datenschutzerklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close