Ohne Magnesium läuft nix

in Expertentipp

Aus dem Chemieunterricht ist den meisten von uns „Magnesium“ als Erdalkalimetall noch in Erinnerung. Unser Körper enthält ca. 20 g Magnesium, wobei ca. 60% dieser Menge im Knochen gespeichert ist. Magnesium fungiert im menschlichen Körper als Aktivator von mehr als 300 Enzymen und spielt so eine zentrale Rolle im Stoffwechsel, insbesondere bei der Energiegewinnung sowie bei der Nerven- und Muskelfunktion. Magnesium schützt uns auch vor übermäßiger Stressbelastung, fördert die Bildung von Nervenbotenstoffen wie Serotonin, beeinflusst die Fließeigenschaften des Blutes günstig, senkt erhöhten Blutdruck, unterstützt stabile Blutzuckerspiegel und hat einen positiven Einfluss auf  Blutfettwerte. Kurz und gut: Ohne Magnesium läuft in unserem Körper schlichtweg gar nichts!!

Ernährt man sich ausgewogen, ist es gut möglich, seinen Magnesiumbedarf (ca. 300 mg pro Tag für Erwachsene) über die Nahrung zu decken. Magnesiumreiche Lebensmittel sind z. B. Weizenkeime, Nüsse (Cashewnüsse), Kartoffeln, Sojabohnen, Mandeln, Kakaopulver (Zartbitterschokolade!). Vorsicht – die in Vollkornprodukten enthaltenen Phytate können die Aufnahme von Magnesium beeinträchtigen. Auch Schwarztee und Kaffee sollten nur in Maßen genossen werden.

Da viele Menschen heutzutage allerdings alles andere als einen gesunden Lebensstil pflegen und auch die Ernährung dementsprechend nicht ausgewogen ist, kommt es häufig zu einem Mangel an Magnesium. Trügerisch: Oft scheint der Magnesiumspiegel im Blut noch in Ordnung zu sein, in der Zelle jedoch herrscht bereits Magnesiummangel. Anzeichen dafür können Schlaflosigkeit, Konzentrationsprobleme, Muskelzuckungen (vor allem im Mund-  und  Augenbereich), Wadenkrämpfe, Kopfschmerzen oder  Magen-Darm-Beschwerden … sein. Aber auch verschiedene Arzneimittel und /oder Erkrankungen können einen Mangel an Magnesium verursachen. Wer Diuretika (harntreibende Mittel), Säureblocker („Magenschutz“), Cortisonpräparate, die „Pille“, Mittel gegen Magenübersäuerung (Antacida) u. v. m. regelmäßig einnimmt, sollte auf seinen Magnesiumspiegel achten. Auch Alkoholzufuhr kann zu einem  Magnesiummangel beitragen.

Diabetiker, Schwangere, Stillende, Bluthochdruckpatienten, Patienten mit Herzrhythmusstörungen, koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Asthmapatienten (Studie 1994), Sportler (v. a. Leistungssportler), Migränepatienten, Stressgeplagte … können von einer Einnahme von Magnesium profitieren.

Wie in vielen anderen Bereichen ist es auch bei Magnesium so, dass nach wie vor viel geforscht wird und Studien durchgeführt werden. Der derzeitige Kenntnisstand ist so, dass organische Magnesiumsalze (Magnesiumcitrat, -orotat, -glycinat oder -pidolat) schnell und gut vom Körper aufgenommen werden und somit eine hohe Bioverfügbarkeit aufweisen.

Viele Patienten klagen nach der Aufnahme von  Magnesium über Durchfall. Am besten ist es, die Tagesdosis Magnesium in 500 bis 750 ml stillem Wasser zu lösen und diese Lösung schluckweise über den Tag verteilt zu trinken. Man erhöht so nicht nur die Aufnahme an Magnesium (wenn hohe Dosen Magnesium in kurzer Zeit zugeführt werden, werden diese schlechter vom Körper aufgenommen!), sondern erreicht meist auch eine bessere Verträglichkeit für den einzelnen Patienten.

In den üblichen Dosen beeinträchtigen sich auch Kalzium und Magnesium in ihrer Aufnahme gegenseitig nicht.

Falls Sie noch Fragen zum Thema Magnesium oder anderen Mikronährstoffen haben, sind wir gerne bereit, diese zu beantworten. Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit und  – bleiben Sie gesund!
Ihre Mag. Doris Richter und Team

Apotheke zur Hl. Dreifaltigkeit
Inh. Mag. Doris Richter KG 
2870 Aspang
T: 02642 / 522 18
www.apotheke-aspang.at
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