Pflegeberufe – Unterstützung Zuhause

in Wirtschaft

Welche Berufsbilder bietet der Pflegeberuf und wie sieht der Arbeitsalltag aus? Wir haben uns bei der Caritas-Stelle in Aspang erkundigt.

Unterschiedliche Berufsbilder
Der Pflegeberuf für die Betreuung Zuhause umfasst unterschiedliche Berufsbilder, darunter die Heimhilfe. Dabei werden die Kunden zum Beispiel im Haushalt und beim Einkauf unterstützt, helfen bei der Körperpflege und Ankleiden, fördern Kontakte zum sozialen Umfeld und Beschäftigungsangeboten.

Pflegeassistenten – früher Pflegehelfer – wiederum übernehmen unter anderem  die Körperpflege, wirken bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen mit wie z.B. Blutdruckkontrolle, Blutzuckermessung, subkutane Injektionen für Insulin und blutgerinnungshemmende Arzneimitteln und einfachen Verbandwechseln. Diese Maßnahmen werden vom diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonal und/oder einer ÄrztIn an die Pflegeassistenten delegiert, welche diese im mitverantwortlichen Tätigkeitsbereich durchführen.

Das diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonal trägt die Gesamtverantwortung für den Pflegeprozess. Dabei werden die Pflegemaßnahmen an die unterschiedlichen Berufsgruppen delegiert bzw. subdelegiert und im Rahmen des Evaluierungsprozesses laufend Qualitätskontrollen und Adaptierungen vorgenommen. Pflegerische und medizinisch – therapeutische Maßnahmen wie Prophylaxen, Risikoberatungen, Medikamentendispensierungen und Katheterwechsel selbst durchgeführt.

Orientiert am Lebensqualitätskonzept der Caritas, läuft die Unterstützung dabei sehr flexibel nach den Wünschen und Bedürfnissen  der Kunden ab: Von einmal in der Woche bis drei Mal täglich, nur für ein paar Tage oder Wochen oder über viele Jahre hinweg. 

Flexibilität und Zufriedenheit
Laut Leiterin Michaela Markovic von der Caritas Pflege Zuhause Aspang-Warth sind Pflegeassistenten und Diplompflegepersonal am meisten nachgefragt, da die Kunden so lange als möglich Zuhause bleiben möchten. In Aspang sind 15 Mitarbeiter angestellt die zirka 60 Kunden im Raum Aspang betreuen. Bereits in Kirchberg und Zöbern befinden sich weitere Stationen, weshalb die Region sehr gut aufgestellt sei. Die meisten der Angestellten sind in Teilzeit beschäftigt, da ein 38 Stunden-Job in dieser Branche körperlich als auch psychisch sehr belastend sei. 
Es gibt einen Früh-, Mittags- und Abenddienst, wobei bis zu 9 Stunden täglich als Normalarbeitszeit möglich sind. Die flexiblen Arbeitszeiten und das Arbeiten in der eigenen Gemeinde sind vor allem für Mütter sehr interessant.

Mit einem Dienstplanprogramm wissen die Mitarbeiter bereits einen Monat im Voraus, zu welchen Zeiten sie arbeiten, wen sie betreuen und was sie zu tun haben. Dafür erhalten sie ein Diensthandy sowie ab 20 Wochenstunden auch ein Dienstauto mit Privatnutzung. Meist arbeiten die Mitarbeiter mit den gleichen Kunden, da die Caritas das Thema Bezugspflege groß schreibe, so Markovic. Dabei gibt es immer eine Hauptbezugsperson und es wird versucht den Wechsel und die Anzahl der MitarbeiterInnen so gering wie möglich zu halten. 

Prognostizierter Pflegemangel?
Unterschiedliche Zahlen kursieren in den Medien darüber, wie viele Personen von den Angehörigen gepflegt werden, die sich österreichweit auf bis zu 84% beläuft. Auch Markovic bestätigt die hohe Anzahl der pflegenden Angehörigen, wo die Caritas unterstützend angefordert wird. Außerdem wird auch gerne die Hilfe der Caritas-Mitarbeiter genutzt, etwa beim Pflegegeld-Ansuchen oder dabei einen Intensivantrag zu stellen, sollte der Pflege- und Betreuungsbedarf größer als 60 Std. im Monat sein. 
Dem prognostizieren Pflegemangel stellt Markovic ein stabiles Team in Aspang gegenüber, das teilweise bereits seit 25 Jahren bei der Caritas tätig ist. Es gäbe generell wenig Personalwechsel und es habe auch noch nie Probleme gegeben, neues Personal zu finden. Hier nennt sie die Vorteile der Arbeit am Land: Es herrsche eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde sowie eine gute Mundpropaganda in Aspang: Eine frei gewordene Stelle wird weitererzählt und aufgrund der hohen Flexibilität sowie der Arbeit in der Umgebung fände sich meist rasch jemand. ❏           
Stefanie Schadler

Foto © Freepik

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