Pinggauer Trafik in 3. Generation

in Wirtschaft

Die Trafik Stiberz in Pinggau wird bereits in der 3. Generation als Familienbetrieb
geführt.
Großmutter, Mutter sowie Tochter und Sohn erzählen gemeinsam von den
Veränderungen in der
Branche.

In den 50er Jahren hat der gelernte Tuchmacher Alois Plöderer als Kriegsinvalide den damaligen
Kiosk von der Familie Bruckner übernommen. Das Geschäftsgebäude bestand aus 2 Räumlichkeiten
und war neben dem Verkauf von Zeitschriften, Zigaretten und Ansichtskarten auch ein beliebter
Treffpunkt der Gemeindebewohner. Als Inhaber kannte man alle Neuigkeiten und gab sie gerne
weiter. Es wurde die Lotterie eingeführt, wo jeder Schein aus 3 Belegen inkl. Durchschrift bestand
und wehe dem, ein Blatt davon fehlte. Lebhaft erinnert sich die Familie an die mühsame Suche,
als einmal ein Blatt kurzzeitig verloren geglaubt schien. Damals wurden auch Kinder zum Zigaretten
holen in die Trafik geschickt – heute undenkbar.

Als Herr Plöderer verstarb übernahm seine Gattin Hildegard die Trafik bis zum Jahr 2001 und
arbeitete bis zu ihrem 80sten Lebensjahr. In den Anfängen war das Geschäft samstags bis 18 Uhr
und sogar am Sonntag bis 12 Uhr geöffnet. Mit der Übergabe an ihre Tochter Gerlinde Stiberz
im August 2001 bekam die Trafik eine neue Fassade, einen neuen Boden und neue Stellagen
machten Platz für ein erweitertes Zeitungssortiment. Ein neu eingeführter Zigarettenautomat
versprach Erleichterung im Arbeitsalltag. Die Bestände mussten dennoch ständig kontrolliert und
nachgefüllt werden, was vor allem an den Wochenenden und Abenden ein Minimum an Freizeit
bedeutete.

Im Mai 2013 übernahmen Tochter Heike Stiberz-Höller(36) und Sohn Markus(33) die Trafik. Beide
waren schon zuvor in die Arbeit integriert. Es wurde alles auf Computer umgestellt, eine Video-
Überwachung installiert und Ö-Tickets sind erhältlich. Der Zigarettenautomat wurde erneuert und
schickt nun eine Nachricht auf das Geschäftshandy, sobald Zigaretten nachzufüllen sind.
Die kleine Trafik wird mittlerweile vom 3. Portal, also der 3. Auslage geschmückt und birgt Unikate
wie den Aufbewahrungsschrank aus Großvaters Zeiten.

Text: Stefanie Simon

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