Reiterpost und Weltpostverein – die Anfänge der Post in Österreich

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Der Wille, mit weit entfernten Orten zu kommunizieren wurde mit Einführung des Briefverkehrs Realität und ist der Vorläufer unseres heutigen Kommunikationsalltags.

System entwickelt sich

Die Anfänge der Post in Österreich gehen auf das Ende des 15. Jahrhunderts auf Kaiser Maximilian l. zurück, der die erste Reiterpost einrichtete. Diese verband Brüssel mit Frankreich, über Innsbruck mit Italien und über Speyer und Augsburg mit Wien. Bereits damals war die Mitnahme privater Post gestattet. Die neue regelmäßige Postverbindung bewährte sich schnell. Während im Reich die fürstliche Familie Thurn und Taxis das Postwesen aufbaute, war es in Tirol und den österreichischen Vorlanden die gräfliche Familie Thurn-Valsassina und Taxis. In einem Großteil der österreichischen Erbländer erhielt die Familie Paar 1624 das Postrecht – allerdings „nur“ bis 1722, als Kaiser Karl VI. die Post zum Staatsmonopol erklärte. Unter Maria Theresia und Josef II. wurde der Postreisedienst schließlich durch die Einführung regelmäßig verkehrender Postkutschen in reguläre Bahnen gelenkt.

Schneller mit der Bahn

Die Postbeförderung machte im 19. Jahrhundert große Sprünge, vor allem weil sich durch die Eisenbahn die Mobilität für damalige Verhältnisse enorm erhöhte. Der Weg zu einer Partnerschaft zwischen Post und Bahn war jedoch langwierig und mit vielen Verhandlungen verbunden. So dauerte es bis zum 1. August 1850, bis das erste „k.k. fahrende Postamt“ auf der Strecke zwischen Wien und Oderberg in Betrieb genommen wurde. 1914 waren es rund 700 Waggons, die im Dienste der Bahnpost zum Einsatz kamen. 1907 begann der Aufbau des Postautodienstes.

Internationale Postdienste gab es schon seit Beginn des organisierten Postwesens im 15. Jahrhundert. Durch viele kleine Staatengebilde blieb die internationale Postbeförderung auch über die nächsten Jahrhunderte überaus kompliziert.

Weitere Entwicklungen

Erst Mitte des 19. Jahrhunderts konnte sich der Gedanke einer Koordination über die eigenen Landesgrenzen hinweg weitflächig durchsetzen. Auf Anregung des Generalpostmeisters der Vereinigten Staaten von Amerika fand vom 11. Mai bis 8. Juni 1863 in Paris eine internationale Postkonferenz statt, an der 15 Länder – darunter auch Österreich – teilnahmen und auf der in 31 Artikeln die Richtlinien für den Abschluss von bilateralen Postverträgen festgelegt wurden. 1874 wurde der „Weltpostverein“ gegründet. Dadurch bildeten alle Mitgliedsländer ein einheitliches Postgebiet.

Auch die Telekommunikation machte nach Einführung der Telegrafie 1847 rasche Fortschritte. 1881 wurde das erste österreichische Telefonnetz in Betrieb genommen.

Quelle: post.at

Foto © Historischer Verein Wechselland

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