Richtiges Verhalten im Business-Alltag

in Wirtschaft

Wie verhalte ich mich in Pandemie-Zeiten richtig? Was ist bei Vorstellungsrunden zu beachten und wie führe ich erfolgreich Small Talk? Die Wirtschaftskammer gibt einen Überblick.

Umgangsformen in Pandemie-Zeiten

Gutes Benehmen fällt besonders dann angenehm auf, wenn jemand in einer bestimmten Situation erkennt, was angemessen ist. Das hat viel mit Achtsamkeit, Höflichkeit und Einfühlungsvermögen zu tun. In Pandemie-Zeiten wird es daher als gutes Benehmen angesehen, wenn man sich und andere vor einer Infektionsgefahr mit Covid-19 schützt. Das bedeutet auch, dass gewohnte Umgangsformen vorübergehend nicht zum Einsatz kommen. Auch behördliche Verordnungen zum Schutz der Bevölkerung umzusetzen und sich daran zu halten, gehört zum guten Ton.

Vor Corona haben die Älteren den Jüngeren die Hand gereicht, Vorgesetzte den Mitarbeitern (wobei diese aufstehen, wenn die Führungskraft z. B. einen Besuch am Arbeitsplatz abstattet), die Dame dem Herrn (wo es nicht um inner- oder außerbetriebliche Hierarchien geht, z. B. bei Kongressen oder bei gesellschaftlichen Anlässen mit Begleitung). Durch die Pandemie ist der Händedruck zum No-Go geworden. Einen Händedruck abzulehnen, ist daher nicht unhöflich, sondern ein Zeichen von Eigenverantwortung und Rücksichtnahme, um ein Ansteckungsrisiko zu vermeiden. 

Vorstellungsrunde

Die erste Begegnung bleibt im Gedächtnis und kann über vieles entscheiden. Daher kommt es auf die richtige Vorstellung an. Die rhetorische Frage „Darf ich vorstellen?“ macht bisher Unbekannte aufeinander aufmerksam. Dabei spielen auch berufliche Rangunterschiede eine Rolle.    Bei gleichrangigen Personen sagt man etwa „Darf ich bekannt machen: Herr Bereichsleiter Müller“, wobei die Dame den Namen des Herrn zuerst genannt bekommt. Gibt es klare berufliche Hierarchieunterschiede, gilt: „Herr Generaldirektor Moser, darf ich Ihnen unseren Lehrling Herrn Paul Huber vorstellen?“ Im Kundenkontakt wird im Regelfall der Kunde hierarchisch höher gewertet als Personen aus dem eigenen Unternehmen. 

Oft wird in Unternehmen mit Neueintretenden schnell zum „Du“ gewechselt, weil es „bei uns so üblich ist“. Das kann aber von manchen als Zwangsvereinnahmung empfunden werden. Daher ist es wichtig, auch beim „Du“ höflich und respektvoll zu sein. Grundsätzlich wird das „Du“ von der höherrangigen Person angeboten, entweder was die berufliche Hierarchie betrifft oder in Bezug auf das Alter oder Geschlecht. In unserer westlichen Kultur steht die Dame im gesellschaftlichen Leben im Rang höher als der Herr, im Berufsleben gilt die berufliche Hierarchie. 

Ein vorschnelles „Du“ in weinseliger Laune oder auf einem Berggipfel kann im betrieblichen Umfeld am nächsten Arbeitstag diskret ignoriert werden. Es ist langfristig hilfreicher, wenn alle Beteiligten ihr Gesicht wahren können. 

Small Talk – aber richtig

Gerade Business-Veranstaltungen sind ideal, um in einer lockeren Umgebung interessante Persönlichkeiten kennenzulernen. Sich unverbindlich auszutauschen, Sympathien zu wecken, in Erinnerung zu bleiben, Menschenkenntnis zu sammeln und eine gute Atmosphäre sowie Vertrauen zu schaffen – all das unterstützt den beruflichen Erfolg. Gekonnt Small Talk zu führen ist außerdem wichtig, um bei Geschäftsessen zu vermitteln, dass nicht die harten Verhandlungen im Vordergrund stehen, sondern es um persönliche Wertschätzung geht. 

Beim ersten Zusammentreffen mit noch unbekannten Personen grüßt man, nennt seinen vollen Namen und ein, zwei weitere für den Anlass relevante Informationen, zum Beispiel Unternehmensnamen oder Geschäftsgegenstand. Werden Visitenkarten ausgetauscht, sollten Sie die erhaltene Visitenkarte genau studieren und Ihr Gegenüber bewusst wahrnehmen. Zudem sollten Themen wie Parteipolitik, Religion, Tratsch, Gerüchte oder allzu Persönliches wie Probleme, Wehwehchen oder Finanzen vermieden werden. Stattdessen werden unverfängliche positive Aussagen getroffen, um Kontakt aufzunehmen oder an vorige Gespräche anzuknüpfen. Mit Interesse, Humor und Taktgefühl gelingt Small Talk am besten.

Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, den Mitbewerb anzuschwärzen oder sich über ihn lustig zu machen. Das macht Sie bei Kunden und Geschäftspartnern nicht interessant, sondern bewirkt eher Gegenteiliges. Bei Business-Gesprächen ist das Abwerten von anderen Personen ein No-Go. Persönliche Qualitäten sollten stattdessen in den Vordergrund gestellt werden. Allein die eigene Performance soll Kompetenz und Vertrauen signalisieren. ❏    

Stefanie Schadler

Quelle: www.wko.at/site/fiw/Business-Etikette.html
Bild Bild © SNCR_GROUP auf Pixabay

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