Rinnende Nase, tränende Augen … ALLERGIE

in Expertentipp

Expertentipp von Mag. Doris Richter

Frühlingszeit ist Allergiezeit.
Für die meisten Menschen ist der „Lenz“ eine wunderschöne Jahreszeit – der kalte Winter hat sich endlich verabschiedet, es geht jetzt wieder raus in die freie Natur. Für Allergiker ist diese Jahreszeit jedoch meist eine Leidenszeit. Tränende Augen, rinnende Nase, Ausschläge, im schlimmsten Fall Atemnot – diese Symptome können einem den Aufenthalt im Freien schon gründlich verleiden.
Grund für eine Allergie ist eine Überreaktion unseres Immunsystems.
Der Körper erkennt an und für sich harmlose Stoffe als „feindlich“ und startet eine Abwehrreaktion.
Viele Patienten versuchen über eine „Desensibilisierung“ ihre Allergie loszuwerden. Der Körper wird schrittweise an die Substanz, die die Allergie auslöst, „gewöhnt“ und es wird versucht, eine dauerhafte Toleranz zu erzeugen. Diese Therapie dauert oft recht lange und wird meist vom Facharzt durchgeführt.
Weiters werden sogenannte Antihistaminika verwendet, die die Wirkung des körpereigenen Histamins, welches die Entzündungsreaktion startet, blockieren. Es gibt Präparate, die lokal wirken, wie Augentropfen oder Nasensprays oder Tabletten, welche eingenommen werden und systemisch wirken. Andere Arzneimittel bewirken eine Stabilisation der sogenannten Mastzellen, in denen Histamin gespeichert ist.
Weiters gibt es Cortisonpräparate, die die allergische Reaktion unterdrücken.
Alle jene sollten nach ausführlicher Beratung und einem Gespräch mit dem Arzt Ihres Vertrauens zur Anwendung kommen.
Es gibt aber auch rezeptfreie Alternativen. Wir wollen Ihnen hier einige vorstellen:
Schwarzkümmel
(Nigella Sativa) Sein Öl enthält u.a. mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die vor allem für die positive Beeinflussung allergischer Symptome verantwortlich sein dürften. Einnehmen kann der Patient das Öl an sich oder – für viele die angenehmere Variante –  Kapseln.
Buchweizen 
normalisiert die Flüssigkeitssekretion der Nase, man kann wieder leichter durchatmen. Es gibt Präparate zum Lutschen, die bei Erkältungen gerne angewendet werden. Etliche Patienten haben Buchweizen alternativ bei allergischen Symptomen ausprobiert und haben über eine positive Beeinflussung ihrer Krankheitszeichen berichtet. Absehen sollte man von einer Einnahme, wenn man gegen Buchweizen selbst allergisch ist!
Schüßler Salze 
Eine bewährte Mischung gegen Allergien sind die Nummern 2, 3, 4, 8, 10, 24, 26, wobei sich die Einnahme so vieler Tabletten in der Praxis für viele oft als zu mühsam gestaltet. Eine österreichische Firma, die Schüßler Salze herstellt, hat jetzt ein Komplexmittel auf den Markt gebracht. Die Einnahme für den Patienten wird erheblich erleichtert, da die Anzahl der Tabletten deutlich reduziert ist.
Traganth
Traganth (Astragalus) wirkt immunmodulierend, d.h. das Immunsystem wird angeregt, aber überschießende Immunreaktionen werden unterbunden. Auch Diabetes, Herzleiden, Leber- und Nierenerkrankungen soll er positiv beeinflussen, es stehen noch nötige Studien an.
Nahrungsergänzung: 
B-Vitamine sind wichtig für die Haut und das Immunsystem, Vit B6 hilft auch beim Abbau von Histamin;
Vitamin D stabilisiert die Immunkörperbildung;
Essentielle Fettsäuren zur Regeneration der Haut, Omega 3 Fettsäuren wirken antientzündlich;
Basische Elektrolyte Natrium, Magnesium, Kalium und vor allem Calcium sollten für den Körper in ausgewogener Menge zur Verfügung stehen. Calcium wirkt stabilisierend auf die bereits erwähnten Mastzellen, in denen Histamin gespeichert ist;
Vitamin A für den Epithelschutz und zur Regeneration von Haut und Schleimhaut; Achtung! Einnahmegrenzen in der Schwangerschaft beachten, da es sonst zu nachteiligen Wirkungen für das Ungeborene kommen kann!!!
Vitamin C Verbesserung der Ausscheidung von Histamin;
Flavonoide zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen; hier ergänzen sie die Wirkung von Vitamin C und stabilisieren das Immunsystem;
Vitamin E wirkt entzündungshemmend;
Zink vermindert die Histaminfreisetzung, wirkt außerdem antientzündlich;
Selen wirkt antientzündlich;
Probiotika 
Der erste Kontakt mit einem Allergen erfolgt zumeist über die Schleimhaut. Bei Allergikern ist diese oft nicht intakt, was die Allergieentstehung fördert. Ein gesunder Darm ist für ein gut funktionierendes Immunsystem und unser Wohlbefinden wichtig. Durch eine ausgewogene, gesunde Ernährung und die Einnahme von Probiotika unterstützen wir unseren Darm und fördern unsere Gesundheit!
Nasenspülungen 
können insofern Erleichterung bringen, indem sie die Kontaktzeit zwischen Nasenschleimhaut und Allergen verkürzen. Die Nasenschleimhaut wird befeuchtet, die Atmung durch die befreite Nase erleichtert.
Tipps für Allergiker
Um die Belastung durch Pollen geringer zu halten, empfehlen sich für Allergiker zusätzlich folgende Maßnahmen:
• tägliche Haarwäsche vor dem Schlafengehen; Pollen, die sich in den Haaren befinden, können sonst in der Nacht permanent reizen;
• abends nicht im Schlafzimmer entkleiden und die getragene Wäsche nicht im Schlafzimmer liegen lassen;
• da der Pollenflug in den frühen Morgenstunden am intensivsten ist, besonders zu dieser Zeit die Schlafzimmerfenster geschlossen halten;
• Ernährungstipp: viel Gemüse, kaltgepresste Öle, wenig (!) hoch verarbeitete (=Fertigprodukte) Lebensmittel!
• mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, Schwarzkümmelöl, etc. am besten schon vor der Allergiesaison beginnen. Wenn die Nase schon rinnt und/oder die Augen schon tränen, ist es aber dennoch nicht zu spät – nichts zu unternehmen ist immer die schlechtere Wahl!
Wir hoffen, Ihnen hat unser kurzer Artikel gefallen. Wir wünschen Ihnen eine schöne Frühlingszeit!
Ihre Mag. Doris Richter und das Team der Apotheke Aspang.
Apotheke zur Hl. Dreifaltigkeit
Inh. Mag. Doris Richter KG
2870 Aspang, T: 02642 / 522 18
www.apotheke-aspang.at
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