Roman Schwendt – Musiker

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Serie: Menschen im Wechselland

Wenn jemand in der Corona-Zeit umtriebig war, dann wohl Roman Schwendt aus Kirchberg: ein Album veröffentlicht, Nummer zwei und drei in Arbeit, eine Tour geplant und auch live war und ist er zu hören.

Kreativität, gut abgemischt

Instrumente, wo man nur hinsieht, Mikrofone, Mischpult, eine riesige Couch, auf der sich bereits zahlreiche Ideen zu einem ausgewachsenen Projekt entwickelt haben. Im Tonstudio von Roman Josef Schwendt in Kirchberg am Wechsel kann man erahnen, wie sich Kreativität abspielt. Und auch Schwendt selbst nutzt diese Umgebung, um seine eigenen Projekte umzusetzen. Aber nicht nur die Umgebung, sondern besonders die Corona-Zeit sorgte bei ihm für einen besonderen Kreativitätsschub. Die anfänglichen Zweifel, ob es der richtige Schritt war, sich ausgerechnet Anfang 2020 ausschließlich der Musik zu widmen, sind mittlerweile verflogen.

Im November 2020 erschien sein erstes Album „Teil Vo Mir“, das für kurze Zeit direkt auf den dritten Platz der iTunes Album Charts eingestiegen ist. Wie in seiner Single-Auskopplung reißt ihn „Die Welle“ mit und er arbeitet unentwegt an neuen Ideen. Die beiden Folgealben und ein Buch sind bereits in Arbeit.  

Dabei werden sich die Alben stark voneinander unterscheiden: Besonders dem ersten Album wurde viel Zeit gewidmet, jedes Lied ist durchdacht aufgebaut und erreicht mit einer Klangfülle das Ohr der Hörer. Das zweite Album wird roher und brachialer klingen. Hier will Schwendt alles live einspielen, reduzierte Arrangements sollen für einen einfachen Aufbau der Stücke sorgen. Das dritte Album soll eine Mischform zwischen sehr poppigen Liedern werden, denen er wieder mehr Zeit im Studio widmet, und Stücken, bei denen nur seine Gitarre und Stimme zu hören sein werden.

Live im Lockdown

Schwendt, auch bekannt als Bandleader der ehemaligen Band „Frenzy Foundation“ und Finalist bei der großen Chance 2014, spielt gerne mit verschiedenen Einflüssen und Stilen und liebt die Abwechslung, was auch seinen Hörern zugutekommt. Darin spiegeln sich seine musikalischen Einflüsse wider, die etwa von Konstantin Wecker, Leonard Cohen und Deep Purple kommen. Letzteren hat er in seinem Studio eine eigene Sammlung an CDs und Schallplatten gewidmet – und dem Rock der 70er ist auch bewusst der Titel „Zeit“ gewidmet („Teil Vo Mir“).

Neben seiner Arbeit im Studio ist er sehr umtriebig und coronaconform „live“ zu hören. Ein Livekonzert hat er im Jänner professionell aufgenommen, er war zu Besuch in SchauTV, zu hören auf Radio Niederösterreich und auf Campusradio. Ein Livekonzert hat er zudem bereits im Oktober 2020 in Deutschland für die neue Musikshow „KLANG.Stall“ von Stefan Jürgens (begannt aus der Krimi-Serie SOKO Wien) aufgenommen. Ausgestrahlt wurde die Sendung noch nicht.

Eine Tour ist für 2021 geplant und auch wenn die Zukunft noch ungewiss ist und für alle, und für Kulturschaffende im Besonderen, schwierige Zeiten herrschen, lässt sich Schwendt nicht aus dem Konzept bringen. Er geht weiter mit offenen Ohren durch die Welt, lässt sich inspirieren, bringt seine Ideen zu Papier und Gitarre. Und das ist gut so. Gerade in herausfordernden Zeiten braucht man Konstanten im Leben – als Musiker genauso wie als Musikliebhaber. Und es wird sich früher oder später alles wieder bessern oder, wie es Schwendt ausdrückt: „Der nächste Sommer kummt bestimmt“. ❏ Stefanie Schadler

Mehr von Roman Josef Schwendt:
www.romanjosefschwendt.at
www.facebook.com/romanjosefschwendt/ 

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