Sommer bringt Vielfalt

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Endlich ist sie wieder da, die Zeit, in der heimisches Obst und Gemüse in Hülle und Fülle am Bauernmarkt und in Supermärkten erhältlich sind. Sie bringen nicht nur Farbe, sondern auch eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralstoffen auf den Teller.

Kohlrabi sättigt lange

Nach den kalten Monaten, in denen man sich der Jahreszeit entsprechend mit Kraut, Kohl und Wurzelgemüse fit gehalten ist, herrschen in den kommenden Monaten die Farben des Sommers vor. In Österreich ist der Kohlrabi aus heimischem Anbau noch bis Oktober erhältlich. Er ist ein Kohlgewächs und durch seinen milden Geschmack und das zarte Fruchtfleisch besonders bei Kindern sehr beliebt. Die Knolle kann auf bis zu 20 Zentimeter Durchmesser heranwachsen und wird am besten als Rohkost gegessen.

Kohlrabi enthält 23 Kalorien pro 100 Gramm, wobei der hohe Ballaststoffgehalt lange sättigt. Er ist reich an Niacin und Folsäure sowie Vitamin C. Die in den Blättern enthaltenen Carotinoide können in Vitamin A umgewandelt werden. Auch sind die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen in Kohlrabi enthalten. Die Senföle sorgen für den leicht scharfen Geschmack und haben viele positive Einflüsse auf die Gesundheit.

Kohlrabisticks mit Joghurt-Dipsauce sind eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Knabbereien. Auch in Salaten schmeckt der Kohlrabi gut, z. B. kombiniert mit gekochten Erdäpfeln und Dille. Im Gemüsefach im Kühlschrank kann Kohlrabi ca. eine Woche lang gelagert werden, dazu sollte das Blattwerk entfernt werden. Am besten wickelt man ihn in ein feuchtes Tuch.

Radieschen stärken Immunsystem

Ebenso wie der Kohlrabi zählt auch das Radieschen zu den Kreuzblütlern. Da es Frühling-, Sommer- und Herbstradieschen gibt, sind sie von April bis Oktober verfügbar. Sie enthalten 14 Kalorien pro 100 Gramm und beinhalten Vitamin C, Folsäure sowie den Mineralstoff Kalium. Der typische Geschmack und die leichte Schärfe ergeben sich aus den Senfölen, mit denen sich die Pflanze gegen Fressfeinde wehrt. Für den menschlichen Körper sind diese Stoffe sehr gesund und können unter anderem das Immunsystem stärken. 

Roh im Salat, als Aufstrich oder Dekoration auf Brötchen sind sie den meisten bekannt. Man kann sie aber auch kochen. Dadurch verlieren sie etwas von ihrer Schärfe und passen gut zu Fleischgerichten, Saucen oder Suppen. Auch die Blätter können verwendet werden, indem man sie zum Beispiel klein geschnitten in den Salat gibt oder als Suppenkraut verwendet. 

Radieschen am besten in ein feuchtes Tuch gewickelt in den Kühlschrank geben; so halten sie zwei bis drei Tage. Auch die Blätter sollten bei der Lagerung auf bis zu einem Zentimeter abgeschnitten werden – sie würden der Knolle ansonsten Wasser entziehen und das Welken beschleunigen.

Rund und gesund

Beeren sind nicht nur köstlich und kalorienarm, sondern fördern auch die Gesundheit. Nicht umsonst zählen sie zum heimischen Superfood. Beeren haben einen niedrigen glykämischen Index und beeinflussen den Blutzuckerspiegel daher nur minimal. Sie sind der ideale Snack für zwischendurch, da sie nicht nur satt machen, sondern auch kalorienarm sind. Im Juli startet die Hochsaison der verschiedensten Beerenarten, deren enthaltene Flavonoide ihnen ihre typische Farbe verleiht und sie für uns besonders gesundheitsfördernd machen. 

Ähnlich wie bei der Himbeere setzt sich auch die Brombeere aus vielen kleinen einsamigen Steinfrüchten zusammen. Daher ist sie streng genommen auch keine Beere, sondern eine Sammelsteinfrucht. Im Gegensatz zur Himbeere glänzt die Außenhaut der Brombeere; ihre typische fast schwarze Farbe erhält sie von den Flavonoiden, die unter anderem das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, den Blutdruck regulieren und das Immunsystem positiv beeinflussen. Sie hemmen außerdem die Verbreitung von Bakterien und Viren. Sie schmeckt weniger süß als die Himbeere und ist leicht säuerlich. 

Himbeeren haben eine rote flaumige Außenhaut und enthalten trotz ihres süßen Geschmacks kaum Zucker. Ihr hoher Gehalt an Ballaststoffen regt die Verdauung an. Sie enthalten viele Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin C. 

Himbeeren werden gerne süß in Kuchen oder Beerenschnitten verwendet, aber auch pikant passen sie zum Beispiel zu Rucola-Salaten sowie Fleisch- und Wildgerichten.

Vitamin-D-Königin

Gemeinsam mit der Stachelbeere zählt die Rote Ribisel zu den Stachelbeergewächsen. Man kennt die Ribisel auch unter der Bezeichnung Johannisbeere. Es gibt ca. 50 verschiedene Ribisel-Sorten, die sich in Geschmack und Aussehen unterscheiden und auch ihre Beerenfarbe reicht von hell- bis dunkelrot, weiß oder gelb. Die Bezeichnung „Johannisbeere“ leitet sich vom ersten Reifezeitpunkt rund um den „Johannistag“ Ende Juni ab. Ribisel enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Die Schwarze Ribisel hat mit 180 mg/100 g einen Vitamin-C-Gehalt, der rund viermal so hoch ist wie jener von Zitrusfrüchten. Sie steht damit beim heimischen Obst an vorderster Stelle. 

Die Stachelbeere hat einen relativ hohen Zuckergehalt von 7,1 Gramm pro 100 Gramm und enthält drei Gramm Ballaststoffe, die verdauungsfördernd wirken. Sie werden roh gegessen oder zu Marmelade, Kompott oder Mus verarbeitet. Sie eignen sich auch als Zutat in süß-säuerlichen Chutneys. Die Jostabeere ist übrigens eine Kreuzung aus Johannis- und Stachelbeere.                

Stefanie Schadler

Rezept: Johannisbeer-Haselnusskuchen

Zutaten:

150 g Weizen-Vollkornmehl
200 g gemahlene Haselnüsse
1 Ei
2 EL Rapsöl
60 g Honig
100 g Sauerrahm
500 g rote Johannisbeeren
3 Eiweiß
1 Prise Salz

Zubereitung:

1. Für den Teig Mehl mit 100 g Haselnüssen und 50 g Haferflocken mischen. 1 Ei mit Öl, 2 EL Honig und dem Sauerrahm verrühren. Die Mehlmischung hinzufügen und alles zügig zu einem geschmeidigen Teig kneten. Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche ausrollen, Springform damit auskleiden und dabei einen etwa 3 cm hohen Rand formen. Für 30 Minuten kalt stellen.

2. Johannisbeeren waschen, trocken tupfen und mit einer Gabel vorsichtig von den Rispen in eine Schüssel streifen.

3. Die Eiweiße, Salz, Zimt und restlichen Honig über heißem Wasserbad steif schlagen, dann die übrigen Haselnüsse und Haferflocken sowie Johannisbeeren unterziehen.

4. Masse auf dem Teigboden verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Umluft 160 °C; Gas: Stufe 2–3) 40–50 Minuten backen. Herausnehmen, abkühlen lassen und in Stücke geschnitten servieren.

Tipp: 

Die drei verbliebenen Eigelben könnte man auf britische Art mit einer Lemon Curd verwerten, die als Brotaufstrich, als Füllung oder Topping für Kuchen und Torten verwendet werden kann. 

Dieses und weitere Rezepte unter: utopia.de/ratgeber/eigelb-verwerten-rezepte-und-ideen/


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