Steirischer Jagdschutzverein – Zweigverein Friedberg

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Die Jägerschaft ist sehr naturverbunden und achtet auf das Gleichgewicht in der Natur. Der Steirische Jagdschutzverein beschäftigt sich übergeordnet mit den Themen jagdliche Bildung und Brauchtum.

Umfangreiche Bildung 

In der Steiermark gibt es einen so genannten steirischen Jagdschutzverein, der sich als Hauptverein aller Zweigvereine versteht und derzeit mehr als 24.000 Mitglieder zählt. 

Der Steirische Jagdschutzverein wurde 1882 gegründet, und besitzt seit 1950 die Zweigstelle Friedberg, deren zugehörige Gemeinden sich nach dem alten Gerichtsbezirk richten. Die Mitglieder reichen von Friedberg über Dechantskirchen nach St. Lorenzen bis nach Schäffern. Aktuell sind etwa 370 Personen Mitglied, einige sogar länderübergreifend aus der Gemeinde Mönichkirchen und dem benachbarten Burgenland. 

Die Ausbildung der Jägerinnen und Jäger in der Region erfolgt über den steirischen Jagdschutzverein und findet zwischen Jänner und Mai in Hartberg statt. Dabei wird wöchentlich berufsbegleitend an ein bis zwei Kursen teilgenommen und über verschiedenste Schwerpunkte wie Jagd, Vogel- und Naturkunde gelehrt. Alternativ wird in Vorau ein ganztägiger, 2-wöchiger Kurs angeboten. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 90 Jungjägerinnen und Jungjäger ausgebildet und entsprechend willkommen geheißen. 

Brauchtum und Gesellschaft 

Ein wichtiger Bestandteil des Vereines ist die Erhaltung des Brauchtums, und dazu gehört die Jagdhornbläsergruppe. Gegründet 1963 besteht sie aus rund 14 Mitgliedern und begleitet die Veranstaltungen des Vereines musikalisch mit jagdlichen Klängen, aber auch die einzelnen Stationen eines Jägerlebens.

Dem steirischen Jagdschutzverein ist die Nähe zur Bevölkerung besonders wichtig. Jährlich wird der Jägerball veranstaltet, der sowohl von der Jägerschaft als auch der Bevölkerung sehr gut angenommen wird. Er wird abwechselnd in unterschiedlichen Gemeinden im Wechselland abgehalten und freut sich immer über eine sehr hohe Besucheranzahl. Die veranstaltete Maiandacht wird jagdlich gestaltet und es werden Ehrungen und Jubiläumsabzeichen überreicht. 

Wichtig ist dem Verein auch, die Kinder an das große Aufgabengebiet der Jagd und der heimischen Wildtiere heranzuführen. Alle vier Jahre veranstaltet der Verein mit der örtlichen Jägerschaft daher mit der Volksschule Pinggau einen Informationstag, an dem an verschiedenen Stationen Themen der Jagd aufbereitet und von Jägern erklärt werden. So werden die heimischen Wildtiere vorgestellt und wie sie sich ernähren, wie man Wildtiere am besten beobachtet und wie man Fährten liest. 

Achtung und Miteinander 

Gerade dieses Wissen um die Natur und die Zusammenhänge ist dem steirischen Jagdverein ein besonderes Anliegen. Wer von Kleinauf die Natur zu schätzen weiß, verhält sich auch im Erwachsenenalter verantwortungsvoll, ist Obmann Martin Krautgartner überzeugt. So seien bei dem Thema „Ruhe im Revier“ Extreme auf beiden Seiten nicht zielführend, stattdessen appelliert er an ein vernünftiges Miteinander. „Im Großen und Ganzen funktioniert das Miteinander sehr gut in unserer Region“, ergänzt Krautgartner und führt das auf den Umstand zurück, dass die Menschen in der Natur aufwachsen und damit eine Verbundenheit einhergehe. 

Auch die Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Jägerschaft sei äußerst positiv, so Krautgartner. Wenn etwa Schäden auf Feldern oder im Wald durch Wild hervorgerufen werden, wird immer zuerst das Gespräch gesucht und die weitere Vorgehensweise gemeinsam besprochen. Hier leisten die Jagdgesellschaften und Jagdvereine großartige Arbeit und bemühen sich stets um bestes Einvernehmen mit den Land- und Forstwirten aus der Region.    

Stefanie Schadler

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