Übernahme in Zeiten von Corona

in Wirtschaft

Optimismus trotz der Corona-Krise beweist der 31-jährige Daniel Schwammer, der am 15. Mai das Gasthaus Schwammer in Dechantskirchen von seinen Eltern übernommen hat.

Von der Stadt aufs Land

Es war nicht von Anfang an klar, dass Sohn Daniel das Gasthaus Schwammer in Dechantskirchen übernehmen wird. Auch wenn er die Hotelfachschule in Oberwart absolviert hat, war er in jungen Jahren unentschlossen, wohin seine Reise gehen würde. Neben Arbeiten auf Saison und in der Gastronomie in Wien inklusive Großstadtflair ist er erst seit fünf Jahren wieder zu Hause. Doch auch davor hatte er immer ein Pflichtbewusstsein und er hat zu Hause ausgeholfen, wenn eine größere Veranstaltung war. Als einziges Kind der Familie hat sich Daniel immer mehr in die Rolle eingefühlt und sich damit auseinandergesetzt. Schlussendlich konnte er sich gut vorstellen, das Gasthaus weiterzuführen.

Offiziell übernommen hat Daniel das Gasthaus am 15. Mai 2020, an jenem Tag, an dem die Gastronomie nach der Coronaschließung wieder aufsperren durfte. Zeit für Zweifel hatte er nicht, da er sich ohnehin auf ein stressiges Jahr 2020 eingestellt hatte: Privat wird gerade groß ausgebaut, die Hochzeit mit seiner Freundin steht im August bevor und schließlich die Übernahme des Gasthauses. Natürlich waren die zahlreichen Stornos von Veranstaltungen ein Dämpfer, aber er setzte den Fokus auf den Ausbau und konnte so die ruhigere Zeit perfekt nutzen.

Kulturveranstaltungen beibehalten

Auch wenn zu Hause kräftig umgebaut wird, bleibt beim Gasthaus selbst alles beim Alten. Daniel wolle die Entwicklungen in der Corona-Zeit beobachten. Natürlich bestünden Ideen und Pläne für die Zukunft, zudem müsse man immer auf dem neuesten Stand bleiben und auf Veränderungen reagieren. Vor allem die „Kultur im Wirtshaus“-Schiene, die sein Vater Franz eingeführt hat, werde weitergeführt. Hier habe man sich österreichweit recht gut etabliert und gute Kontakte zu Künstlern und Management aufgebaut.

Ansonsten wolle man in erster Linie ein kleiner, gemütlicher und traditioneller Gasthof unter familiärer Führung bleiben. Auch die Eltern arbeiten weiterhin im Betrieb mit, man verstehe sich schließlich sehr gut und diese Harmonie merke man auch.

Der Gastbetrieb ist seit 15. Mai eher verhalten, dennoch sei die Freude der Gäste groß, endlich wieder unter Leute zu kommen.  Viele Gäste seien weiterhin verunsichert, und Daniel schätzt, dass diese Unsicherheit noch bis Jahresende anhalten wird. 

Sofern die Regelungen für Kulturveranstaltungen aufrechtblieben, werde mit Manuel Rubey und seinem Programm „Goldfisch“ am 03. Oktober gestartet. Weitere Veranstaltungen sind auf der Website www.schwammer.at ersichtlich. ❏             Stefanie Schadler

Bild: v. l. n. r.: Franz, Waltraud und Daniel Schwammer

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