Verein: Berg- und Naturwacht

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Die Aufklärungsarbeit fängt schon in jungen Jahren an in der Hoffnung, dass die Kinder auch im Erwachsenenalter achtsam mit der Natur umgehen – wie hier beim Frühjahrsputz der Berg- und Naturwacht Schäffern.

Information und Aufklärung sowie tatkräftiger Einsatz für eine saubere Umwelt stehen bei der Berg- und Naturwacht im Mittelpunkt. Das Thema Müll ist weiterhin gegenwärtig.

Gemeinsam für den Naturschutz
Die Berg- und Naturwachten in Österreich informieren über den Naturschutz, unterstützen die Behörden bei der Erhaltung der Natur- und Kulturlandschaft und helfen bei deren Pflege aktiv mit. Handelt es sich in Niederösterreich um Vereine, sind die Berg- und Naturwachten in der Steiermark als Körperschaft öffentlichen Rechts organisiert. Das bedeutet, dass einer Aufnahme eine 1-jährige Anwartschaft vorausgeht sowie ein zweitägiger Vorbereitungskurs inklusive Prüfung. Jeder Berg- und Naturwächter wurde von der Bezirkshauptmannschaft angelobt, so Anton Dorner, Obmann der Ortsgruppe in Schäffern. Die Aufgaben für jedes Mitglied sind freiwillig. Das können aufmerksame Spaziergänge sein, aber auch das Überwachen der geschützten Landschaftsteile der Gemeinde und Naturdenkmäler, Wachsamkeit bei geschützten Tieren und Pflanzen, Gewässeraufsicht oder Bekämpfung bzw. Eindämmung von Neophyten wie Drüsiges Springkraut oder Riesenbärenklau.

Hoffnung auf Besserung
Zur Aufklärungsarbeit der Ortsgruppe Schäffern zählt der Frühjahrsputz, zusammen mit der Gemeinde und dem Abfallwirtschaftsverband: Ca. 40 Kinder der Volksschule inklusive zweier Lehrpersonen sammeln achtlos weggeworfenen Müll ein. Gerade Kinder seien sehr aufmerksam und mit Eifer dabei, so Dorner. Es wird erklärt, warum man etwas nicht wegwerfen darf, und hofft, dass sie dieses Bewusstsein ins Erwachsenenalter mitnehmen. Verschmutzte Parkplätze, Autoraststationen oder Park & Ride Plätze könnten dadurch zum Beispiel künftig der Vergangenheit angehören.
In der Ortsgruppe St. Peter – Mariensee spricht Ortseinsatzleiterin Sylvia Kloiber von einer Verbesserung vor allem in Sachen Gewässerverunreinigung oder bei der illegalen Müllentsorgung, etwa von Autoreifen. Das seien eher Altlasten, mit denen man sich heute beschäftigen muss. Viel Arbeit steckt hingegen hinter Kleinmüll wie Dosen, Plastiksackerl oder Verpackungen.

Aufklärung vor Anzeige
Berg- und Naturwächter weisen sich als solche aus und können Verstöße gegen die Umwelt anzeigen. In beiden Ortsgruppen setzt man allerdings auf Aufklärung. Der Großteil der Menschen sei belehrbar, so Dorner, und ergänzt: „Im Guten geht es immer besser“.
Auch in St. Peter – Mariensee setzt man auf Information und hat beispielsweise am Anfang und Ende von Wanderwegen Informationstafeln aufgestellt sowie Mülleimer. Das Umweltbewusstsein der heimischen Bevölkerung sei in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen. Gerade Eltern möchten ihren Kindern ein Vorbild sein, aber auch von Sportlern stark frequentierte Routen am Wechsel blieben von achtlos weggeworfenem Müll verschont.
Natürlich ist der Wechsel ein touristischer Anziehungspunkt, sodass Wanderer und Besucher immer wieder Müll zurücklassen. „Dabei sollte es gerade Touristen ein Anliegen sein, ihr Urlaubsgebiet ebenso sauber wieder zu verlassen“, so Kloiber. Beide Vereine nehmen jederzeit gerne Mitglieder auf. Für den Umweltschutz engagieren kann sich jeder und es spricht nichts dagegen, gefundenen Müll mitzunehmen.

Text: Stefanie Schadler

Foto© Berg- und Naturwacht Schäffern

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