Verinnerlichen, um Aktionen setzen zu können

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Die „Energieregion Wechselland“ startet in eine neue Förderperiode. Maßnahmen in den Gemeinden und seitens der Bevölkerung werden angestrebt, um die klimaschädlichen Emissionen zu senken.

Nachhaltige Maßnahmen in Gemeinden

Die Klima- und Energiemodellregion „Energieregion Wechselland“ geht in die nächste Förderperiode. Die sieben Gemeinden Dechantskirchen, Friedberg, Pinggau, St. Lorenzen/Wechsel, Schäffern, Lafnitz und Rohrbach an der Lafnitz wollen in Zusammenarbeit mit der Energieregion Oststeiermark GmbH in einem Aktionsprogramm Möglichkeiten des „energetischen Wechsels“ erarbeiten und umsetzen. Unter Wechsel versteht man  dabei den Umstieg von fossiler zu erneuerbarer Energieversorgung, in den auch die Bevölkerung stark integriert wird.

Beim ersten ProjektpartnerInnen-Workshop wurde von DI Christian Luttenberger, Geschäftsführer der Energieregion Oststeiermark, ein Ausblick auf die Maßnahmen und Projekte der nächsten drei Jahre gegeben. Dabei werden bisherige Projekte weitergeführt und neue Projekte umgesetzt, wie die Energieraumplanung für Gemeinden, die aktuell vor allem in der Steiermark ein wichtiges Thema ist. Dabei handelt es sich ,salopp ausgedrückt, um einen Flächenwidmungsplan auf Energiebasis für Gemeinden. Wichtig ist dabei, das Landschaftsbild
z. B. durch den Einsatz von PV-Anlagen nicht zu verändert. Hier böten sich laut Ing. Leo Riebenbauer aus Friedberg die Dachflächen der Häuser an, wodurch keine zusätzlichen Flächen versiegelt werden müssten.

Zudem sollen geschulte kommunale Energiebeauftragte eingesetzt werden. Durch die Sanierung öffentlicher Gebäude soll Energie eingespart werden, zugleich hätten die Gemeinden Vorbildwirkung für die Gemeindebürger.

Bevölkerung unterstützen

Neben weiteren Aktivitäten in den Gemeinden, die als gutes Beispiel vorangehen sollen, kann und soll, so Modellregion-Manager Ing. Johann Oswald, vor allem die Bevölkerung aktiv werden, etwa mit der Aktion „Raus aus Öl“. Die Gemeinden bieten zudem wieder Bauberatungen an und werden hierbei von der KEM unterstützt. In diese Beratungen sollen auch zusätzlich die Energieberatung einfließen und Förderungen thematisiert werden. Generell will man ein Bewusstsein für erneuerbare Energie, Energieeffizienz  und Klimaschutz schaffen. Mit einem „KEM-Klima-Kabarett“ oder Ähnlichem soll ein anderer Zugang zum Thema geschaffen werden. Auch sollen Best-Prac-tice-Praxisbeispiele aus anderen KEMs die Bewusstseinsbildung unterstützen.

Die Umsetzung durch die Bevölkerung und die Bewusstseinsbildung seien wichtig, so Oswald: „Man muss innerlich dazu bereit sein, um Aktionen setzen zu können.“ Keinen Zweifel lässt Oswald daran, dass den Menschen bewusst sei, wohin sie steuerten, wenn nicht umgehend der Umstieg auf erneuerbare Energie erreicht und damit die Emissionen stark eingedämmt würden.

Modellregion-Manager Ing. Johann Oswald ist jeden zweiten Freitag im Monat von 15 bis 17 Uhr bzw. nach Vereinbarung im Gemeindeamt Dechantskirchen anzutreffen. Fragen rund um die Energieregion Wechselland können an ihn gerichtet werden. Er unterstützt auch bei Fragen zu Energie- und Umweltschutz bzw. unterstützt bei Förderansuchen. Tel.: 0664/5200271. ❏ 

Stefanie Schadler
Bild: Die Verantwortlichen gemeinsam mit Modellregion-Manager Ing. Johann Oswald und DI Christian Luttenberger, Geschäftsführer  von der Energieregion Oststeiermark GmbH

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