Vorsicht bei diesen Betrugsmaschen

in Aktuell

In unserer letzten Ausgabe haben wir vor steigendem Internetbetrug gewarnt. Kurz darauf hat man versucht, die Wirtschaftsplattform Wechselland zu betrügen. 
Die Polizei hat uns darauf hingewiesen, dass derzeit vermehrt versucht wird, Vereine mit dieser Masche abzuzocken.

Von langer Hand geplant
Schnell zu Geld kommen und dafür nicht viel tun müssen – wer träumt nicht davon? Aber vermutlich 99 Prozent der Möglichkeiten sind nicht legal. Einige davon sind oft nicht sofort als illegal erkennbar.


So erhält man immer wieder E-Mails mit Angeboten wie: Verdienen  Sie ohne viel Aufwand rund 3.000 Euro. Geht man auf das Angebot ein, muss man nur mit seinem eigenen Namen ein Konto eröffnen und das darauf überwiesene Geld dann ins Ausland überweisen. 


Die angeführten Gründe, warum die Betrüger nicht selbst ein Konto eröffnen, sind mitunter herzerwärmend, sodass man eigentlich nur helfen will, mit dem angenehmen Nebeneffekt, Geld dafür zu bekommen.

Betrugsversuch bei Vereinen
Wie uns die Polizei mitteilte, gab es neben dem Betrugsversuch bei der Wirtschaftsplattform Wechselland (WPW) bereits einen weiteren bei einem anderen Verein im Wechselland.

Die Vorgangsweise
Im Fall der WPW hat die Kassierin ein E-Mail mit dem Absender der Obfrau bekommen, in dem in vertrauter Weise stand: „Liebe Bettina, wann kannst du 3.500 Euro für die Website überweisen? Gib mir Bescheid, dann gebe ich dir die Bankdaten bekannt. Lg Ernestine“. Auf die Antwort der Kassierin: „Ich bin jetzt am PC und könnte überweisen“ kamen in einem weiteren E-Mail die Bankdaten eines österreichischen Bankinstituts mit einem vertrauensvoll klingenden Namen der Empfängerin. 
Da jedoch bei der WPW nur von der Obfrau signierte Rechnungen überwiesen werden können, hat die Kassierin bei einem persönlichen Gespräch nachgefragt und so konnte der Betrugsversuch aufgedeckt werden. 
Möglich war die E-Mail-Kommuikation zwischen der Kassierin und den Betrügern dadurch, dass bei der  E-Mail-Adresse der Obfrau ganz unauffällig ein Buchstabe hinzugefügt wurde.

Die Masche
Betrüger suchen gezielt auf Vereins-Websites die Namen und E-Mail-Adressen der Kassiere und Obleute und kontaktieren diese mit Argumenten wie: für die Neugestaltung der Website oder für die Anschaffung neuer Vereinsdressen usw. soll ein gewisser Betrag überwiesen werden.
Angegeben werden die Konten der dafür extra angeworbenen Österreicher, die bei österreichischen Banken ein eigenes Konto eröffnet haben. 

Die Straftat
Für die Polizei ist es ganz einfach, den österreichischen Kontoinhaber auszumachen. Dieser wird wegen Geldwäsche angeklagt und von der Bank gekündigt. Wenn Sie übrigens wissen wollen, woher der Begriff Geldwäsche kommt, lesen Sie die Rubrik Gewusst auf Seite 2. Reingefallen sind auf diesen Trick schon verschiedenste Personen, bis hin zu Akademikern. Die Betrüger im fernen Ausland zu erwischen, ist dann viel schwieriger. 
Sollte es auch nur bei dem Versuch des Betrugs bleiben, ist dieser  bei der Polizei anzuzeigen. 

Aktuelle Pishing-Methoden
Laut Auskunft einer großen Bank gibt es derzeit massive Angriffe, bei denen Kunden von ihrer vermeintlichen Bank betrügerische E-Mails, SMS oder Anrufe mit der Aufforderung, dass mit der neuen App alles noch sicherer werde, erhalten, woraufhin man zu gefälschten Internetseiten geführt und dort aufgefordert wird, die Zugangsdaten einzugeben. 
Dann aktiviert der Betrüger ein pushTAN-Gerät im Namen des Kunden und hat somit vollen Zugang zu den Konten. Mittels Express-Überweisung werden Überweisungen an ausländische Konten getätigt. In anderen Fällen haben Betrüger dadurch eine digitale Debitkarte und Apple Pay auf den Namen des Kunden registriert und damit Transaktionen an POS-Kassen getätigt.  Die Banken weisen darauf hin, dass der Betrug immer durch fahrlässige Bekanntgabe der Daten oder Installation von Schadprogrammen von den später Geschädigten selbst zugelassen werden.
Vermehrt kommt es auch vor, dass sich Anrufer als MicrosoftMitarbeiter ausgeben, die den Rechner des Kunden per Fernwartung servicieren wollen. Dabei werden die Zugangsdaten und Passwörter erfragt und die Betrüger haben vollen Zugang. ❏  
Bettina Schopfhauser

Foto©Freepic

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