Vorsorge im Todesfall

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Bereits zu Lebzeiten kann die eigene Bestattung geplant werden. So können den Angehörigen finanzielle und organisatorische Vorkehrungen abgenommen werden.
Bestattung selbst gestalten
Sich zu Lebzeiten mit dem eigenen Tod zu beschäftigen ist sicherlich keine Aufgabe, der man sich gerne stellt. Dennoch erhält man dadurch beispielsweise die Möglichkeit, Wünsche für die eigene Bestattung festzuhalten, die notariell beglaubigt – rechtlich bindend sind.
Neben einer so genannten notariellen Bestattungsverfügung ist es in der Praxis eher so, die Bestattungsvorstellung den Angehörigen mitzuteilen: Das kann die gewünschte Bestattungsart betreffen, wo man beerdigt werden möchte und wie die Bestattungsfeier gestaltet werden soll, zum Beispiel in Hinblick auf Musik, Blumenschmuck und wieviele Gäste geladen sind. Wer seine Wünsche lieber niederschreibt, gibt diese am besten leicht auffindbar zu den anderen Unterlagen oder hinterlegt sie beim Bestatter im Rahmen einer Vorsorge.
Ebenfalls sollte eine Person genannt werden, die sich um alle Formalitäten rund um die Beisetzung kümmert, was idealerweise zuvor mit dieser Person besprochen wird.
Eine Sterbegeldversicherung ist ratsam abzuschließen, damit die Hinterbliebenen nicht mit den Kosten konfrontiert werden. Eine solche Versicherung kann ab 18 Jahren bei einem Bestattungsunternehmen oder einem zertifizierten Versicherungsunternehmen abgeschlossen werden, wodurch man nicht an ein bestimmtes Bestattungsunternehmen gebunden ist.
Die Kosten sind beispielsweise sehr hoch, wenn der Sterbefall im Ausland eintritt und eine Überführung nach Österreich durchgeführt werden muss. Es gibt auch Reiseversicherungen, die eine Deckung der Überführungskosten im Todesfall beinhalten.
Was tun im Todesfall
Was bei einem Todesfall zu tun ist hängt stark damit zusammen, wo der Todesfall eingetreten ist. Tritt der Todesfall zu Hause ein, so ist unverzüglich ein Arzt zu verständigen, der die Totenbeschau vornimmt und die Todesursache feststellt. Dieser stellt danach das Formular „Anzeige des Todes“ aus, was die „Todesbescheinigung“ beinhaltet. Sie dient der Anzeige des Todesfalls beim Standesamt sowie dem Bestattungsunternehmen zur Durchführung der Bestattung. Der Leichenbegleitschein wird ebenfalls vom Arzt ausgestellt, den das Bestattungsunternehmen für den Transport benötigt. Nach der  Totenbeschau wird das Bestattungsunternehmen verständigt, damit der Verstorbene abgeholt werden kann. Manche Bestattungsunternehmen übernehmen auch die Behördenwege. Tritt der Tod in einem Krankenhaus oder Pflegeheim ein, wird die Totenbeschau durch einen Arzt vor Ort durchgeführt. Die Leitung der jeweiligen Institution ist verpflichtet, den Todesfall beim Standesamt anzuzeigen und verständigt die Angehörigen. Weitere konkrete Vorgehensweisen, wann etwa die bewohnten  Räumlichkeiten des Verstorbenen geräumt werden müssen, sind im Heimvertrag niedergeschrieben.

Text: Stefanie Schadler
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