Was es für den Anfang braucht

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Serie Neues Leben

Gegen Ende der Schwangerschaft erhöht sich das Bedürfnis der Eltern, alles für das Baby bereitzuhaben. Wir geben Tipps, worauf Sie dabei achten sollten, was wirklich wichtig ist und was auch später noch besorgt werden kann.

Auf die Inhaltsstoffe achten

Beim Kauf von Babykleidung sollte die Qualität der Materialien miteinbezogen werden. Gerade die Babyhaut ist dünn, sehr empfindlich und Giftstoffen weitgehend schutzlos ausgeliefert. Da die entsprechenden Abwehrstoffe noch nicht gebildet wurden, sind unter anderem al-
lergische Reaktionen eine häufige Folge von belasteten Materialien. Generell gelten Naturprodukte wie Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau als besonders unbedenklich. Ideal sind auch Secondhand-Kleidungsstücke, da viele der ungesunden Substanzen bereits herausgewaschen wurden und keine Gefahr mehr darstellen. 

Babys wachsen sehr schnell, in den ersten drei Monaten sind das durchschnittlich zehn Zentimeter. Kaufen Sie daher nicht zu viele Kleidungsstücke in den kleinsten Babygrößen. Einen größeren Vorrat sollten Sie sich hingegen an Mullwindeln zulegen, da diese besonders oft gewechselt werden müssen. Praktische Kleidungsstücke sind Strampler oder auch Stramplerhosen, da man sich hier das Anziehen von Socken erspart. Eine Creme für den empfindlichen Babypopo ist ebenfalls zu empfehlen.

Bei den Windeln unterscheidet man prinzipiell zwischen zwischen Einweg- und Stoffwindeln, wobei Letztere waschbar und wiederverwendbar sind. Das hilft Müll zu vermeiden, der nicht unbeträchtlich ist, denn bis das Baby rein ist, kann es auch schon einmal zwei Jahre und länger dauern. Viele Mütter wählen einen Kompromiss und verwenden Stoffwindeln am Tag und in der Nacht herkömmliche Einwegwindeln. Gerade zu Beginn sollten auch hier möglichst Windeln ohne Parfums und Lotionen benutzt werden, da diese die empfindliche Haut des Babypopos reizen können.

Praktische Helferlein

Wer das Kinderzimmer zur Geburt noch nicht vollständig ausgestattet hat, muss sich keine Sorgen machen. Gerade zu Beginn, wenn sich noch keine Routine eingestellt hat, ist es praktisch, vor allem in der Nacht die Wege möglichst kurz zu halten. Das Gitterbett neben dem Elternbett oder ein Beistellbett können dabei hilfreich sein.

Hier helfen auch dezente Nachtlichter: Man findet sich in der Dunkelheit gut zurecht, ohne zu sehr aus dem Schlaf gerissen zu werden. Praktisch ist auch ein batteriebetriebenes Licht, das man bequem an jeden beliebigen Ort mitnehmen kann, an dem man es gerade braucht. 

Das Stillen kann zu Beginn eine Herausforderung sein, auch wenn es als das Natürlichste der Welt gilt. Um den Milchfluss zu unterstützen, können Kirschkernkissen in der Mikrowelle erwärmt und auf die Brust aufgelegt werden, bevor das Baby gestillt wird. Das hilft zudem auch bei einem Milchstau. Wärmflaschen helfen gegen kalte Füße der Mutter, die generell auf ausreichend Wärme achten sollte. Denn ist der Mutter kalt oder fröstelt sie sogar, ist auch der Milchfluss gestört. 

Anstelle einer Wickelkommode kann am Anfang auch nur die Wickelauflage verwendet werden, die man auf den Boden legt. Das erhöht zudem die Sicherheit für das Baby: Statistisch gesehen passieren 80% der Verletzungen von Kindern unter zwei Jahren im häuslichen Umfeld; Stürze vom Wickeltisch stehen dabei an erster Stelle der Unfallursachen.

Machen Sie sich ansonsten nicht verrückt bezüglich der Erstausstattung, denn am wichtigsten ist in den ersten Wochen ohnehin die Nähe zwischen Baby und Eltern. Und alles was ansonsten noch fehlt, kann heutzutage ohnehin schnell und nach Bedarf gekauft werden. ❏    

Stefanie Schadler

Bild: Gitterbett, Stillstuhl und Wickeltisch: Vieles gilt es zu besorgen, bevor das Baby da ist. Aber vieles ist am Anfang gar nicht nötig und kann auch erst später bei Bedarf gekauft werden.
© ErikaWittlieb, Pixabay

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