Wie erkenne ich einen Herzinfarkt?

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Krankheiten des Herzkreislaufsystems wie etwa der Herzinfarkt stellen in Österreich die mit Abstand häufigste Todesursache dar. Wissen Sie, wie man die Alarmsignale richtig deutet?

Anzeichen eines Herzinfarkts:

Die klassischen Anzeichen eines Herzinfarkts sind Schmerzen in der Brust. Meist strahlen sie in den gesamten Brustkorb bis in den Arm, den Unterkiefer, den Oberbauch und in den Rücken aus. Hinzu kommen ein Engegefühl, heftiger Druck und ein starkes Brennen im Brustkorb. Viele Betroffene beschreiben es, als ob ein Elefant auf ihrer Brust sitzen würde. Die Schmerzen und das Druckgefühl haben die meisten noch nie in dem Ausmaß erlebt. 

Da ein Herzinfarkt großen Stress für den Körper bedeutet, werden vermehrt Stresshormone freigesetzt, die bewirken, dass man zu schwitzen beginnt und die Haut blass und kühl wird. Man spricht hier von „kaltschweißig“. Das ist immer ein Warnsignal dafür, dass der Körper einer großen Belastung ausgesetzt ist, wie es beim Herzinfarkt oder auch bei großem Blutverlust der Fall ist.

Aufgrund des starken Drucks auf der Brust und der verminderten Leistung des Herzens haben viele Betroffene das Gefühl, als bekämen sie keine Luft. Begleiter von all diesen Symptomen ist natürlich die Angst. Bei dem einen löst der Gedanke, selbst einen Herzinfarkt zu erleiden, Todesängste aus, andere wiederum können etwas besser damit umgehen.

Die betroffene Person kann noch einige unspezifische Symptome zeigen, wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und generelles Unwohlsein. Diese etwas weniger bedrohlich wirkenden Anzeichen werden häufig unterschätzt und herabgespielt. Dabei sollte man stets im Hinterkopf behalten, dass besonders Frauen, die gerade einen Herzinfarkt erleiden, eher diese unspezifischen Zeichen zeigen und man keinesfalls einen Herzinfarkt übergehen sollte. Wie ausgeprägt die Warnsignale sind, ist individuell unterschiedlich und hängt auch stark von dem Ausmaß des betroffenen Herzmuskelgewebes ab.

Wenn Ihnen an sich selbst oder einer anderen Person diese Warnsignale auffallen, rufen Sie ohne zu zögern die Rettung unter 144!

Nachdem die Rettung verständigt ist, lagern Sie die betroffene Person mit aufrechtem Oberkörper, sodass das Herz entlastet wird und die Person besser Luft bekommt. Öffnen Sie zusätzlich beengende Kleidung, wie zum Beispiel eine Krawatte, die ersten Knöpfe einer Bluse oder eines Hemds, und öffnen Sie ein Fenster, um das Sauerstoffangebot im Raum zu erhöhen. Es ist sehr wichtig, dass die betroffene Person jegliche weitere Anstrengung vermeidet! Lassen Sie sie keinesfalls mehr aufstehen oder gehen. Warten Sie gemeinsam mit der betroffenen Person auf die Rettung und versuchen Sie, sie in der Zwischenzeit so gut wie möglich zu beruhigen.

Sollte die Person zu irgendeinem Zeitpunkt das Bewusstsein verlieren, legen Sie sie flach mit dem Rücken auf den Boden und kontrollieren Sie die Atmung. Wenn die Person atmet, drehen Sie sie in die stabile Seitenlage und kontrollieren Sie fortlaufend, ob sie weiter atmet. Sollten Sie sich bei der Atemkontrolle unsicher sein oder keine Atmung feststellen, zögern Sie nicht, sofort mit der Herzdruckmassage zu beginnen!

www.herzbewegt.org

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