Wirtschaftsbarometer

in Wirtschaft

Im Mai wurde österreichweit die halbjährliche Konjunkturumfrage der Wirtschaftskammerorganisationen durchgeführt. Die Stimmung der niederösterreichischen und steirischen Unternehmen ist durchwegs positiv.

Trotz rückläufiger Konjunktur optimistisch
Beim „Wirtschaftsbarometer“ werden Unternehmen aus allen Branchen und Größen befragt. In Niederösterreich waren es 3.600 Unternehmen, in der Steiermark 751.


Niederösterreichische Betriebe äußern sich dabei trotz rückläufiger Konjunktur optimistisch, was die Auftragslage und den Export betrifft. Laut WIFO liegen die Aussichten bei einem Wachstum von 1,8 %. Die Geschäftsaussichten für die kommenden zwölf Monate werden durchaus positiv beurteilt.  Bei Investitionen hinsichtlich einer Produktionserweiterung ist man vorerst abwartend, lediglich notwendige Investitionen zum Bestandserhalt werden vorgenommen.


Während sich die steirische Konjunktur nach Jahresende 2018 seit Frühjahr 2019 allmählich zu stabilisieren scheint, sind die steirischen Unternehmen mit ihren Erwartungen eher zurückhaltend: Erstmals seit drei Jahren liegt der Erwartungssaldo mit -4,1 % im negativen Bereich. Die bisherige und erwartete Geschäftslage wird hingegen weiterhin positiv beurteilt: In allen Regionen wird bei der Umsatzentwicklung der letzten zwölf Monate eine positive Bilanz gezogen und auch der Ausblick erweist sich als stabil. 
Während steirische Unternehmen im vergangenen Jahr sehr investitionsfreudig waren, gehen aktuell mehr Unternehmen von einer zunehmenden Reduktion ihres Investitionsvolumens aus. 


Positive Beschäftigungslage
„87 % der Betriebe stufen die Beschäftigungslage als besser oder stabil ein“, so Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ. Der Facharbeitermangel ist nach wie vor ein ernstzunehmendes Thema für die positive Wirtschaftsleistung der Betriebe. Dieser lasse sich nur durch Bildungsmaßnahmen lösen. Ein Streichen von AMS-Mitteln für Weiterbildungsmaßnahmen wäre für Zwazl daher das falsche Signal.


In der steirischen Wirtschaft bleibt die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitsplätze weiterhin Top-Thema. Jeder zweite Betrieb hat in den vergangenen zwölf Monaten zusätzliches Personal aufgenommen und gut jeder vierte plant auch in den kommenden Monaten, seinen Mitarbeiterbestand aufzustocken. Damit bleibt auch der Beschäftigungssaldo klar im positiven Bereich. Wichtig wäre es, Maßnahmen zu setzen, die das strukturelle Ungleichgewicht bzw. den „Mismatch“ am Arbeitsplatz reduzieren. ❏    

Stefanie Schadler

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